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Balingen "Eine absolute Sicherheit gibt es nicht"

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Balingen/Hechingen - "Berlin ist Berlin, Balingen ist Balingen", sagt Michael Weitzl, stellvertretender Leiter des Balinger Ordnungsamts. Er meint damit, dass die Kreisstadt gegenüber der Hauptstadt ein "anderes Kaliber ist, nach unten gesehen". Aber der Terroranschlag beschäftigt auch im Zollernalbkreis.

Dass etwas Ähnliches passiere, sei daher weniger wahrscheinlich. Dennoch: Laut Weitzl sind die Verbindungen zur Polizei sehr gut, so dass die Stadt schnell unterrichtet würde, sollte es Hinweise geben. "Und das ist nicht der Fall", so Weitzl.

Solange es keine konkrete Hinweise gebe, sollten sich die Menschen kurz vor Weihnachten nicht die Festfreude nehmen lassen, betont der evangelische Dekan Beatus Widmann. Auch wenn er sich bewusst ist, dass es keine absolute Sicherheit gibt, empfiehlt er, dass man sich nicht die Logik der Täter aufdrücken lässt. "Das ist nicht die richtige Reaktion, damit spielen wir ihnen nur in die Hände", so Widmann.

Auch die Fußballer der TSG Balingen wollen trotz der Geschehnisse am Gewohnten festhalten und wie geplant in der kommenden Woche den Indoor-Cup veranstalten, wie in den vergangenen Jahren. "Wir haben keinen Gedanken daran verschwendet, das Event abzusagen", hält Organisator Martin Kath fest.

"Wir setzen uns natürlich mit diesem dramatischen Thema auseinander", sagt der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten, Wolfgang Strobel. Mit Blick auf das heutige Heimspiel gebe es Absprachen mit allen Beteiligten, allerdings gelte schon länger eine höhere Aufmerksamkeit bei den Bundesliga-Heimspielen. Erfahrungen des Terroranschlags in Berlin werden wohl auch in das Sicherheitskonzept des Hechinger Kinder- und Heimatfests mit einfließen. "Wir passen unsere Aktionen jedes Jahr an aktuelle Erfahrungen an", erklärt Tobias Stiefel, Chef der Rottenburger Firma SeCom, die das Sicherheitskonzept für das Hechinger Kinderfest erarbeitet hat.

Tausende Besucher versammeltn sich hier jedes Jahr. Das bisherige Konzept legte den Schwerpunkt darauf, wie hier bei Unfällen eine Massenpanik verhindert werden kann und wie Menschenmassen schnell die Versammlungsorte verlassen können. Aktiver Schutz vor Anschlägen – beispielsweise Beton-Barrieren gegen Lastwagen-Attacken – war bislang kein durchgehender Teil des Konzepts.

"Auf dem Weiher-Festplatz wurde aber schon darauf geachtet, dass die großen Steine dort so gelegt wurden, dass Fahrzeuge nicht einfach auf das Festgelände fahren können", erklärt Tobias Stiefel. Er könne sich vorstellen, dass in diese Richtung nun noch konsequenter Schutzmaßnahmen geplant werden.

Und das nicht nur in Hechingen. Seine Firma betreue viele Festivals und Großveranstaltungen in der Region, berichtet er. Seine Einschätzung: "Es ist zwar schade, dass das notwendig ist, aber das Anschlagsthema wird uns sicher in Zukunft vermehrt beschäftigen."

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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