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Balingen "Ein ganz wichtiges politisches Signal"

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Wenn Schüler der Jugendmusikschule ein Konzert geben, ist das Interesse groß. Fotos: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Plus von 15 000 Euro für die Volkshochschule, 3000 Euro mehr für die Jugendmusikschule – die Leiter der beiden Einrichtungen freuen sich über die höheren Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg. Diese seien aber auch überfällig gewesen.

Balingen. "Ich begrüße die Aufstockung sehr", hält der Leiter der Balinger Volkshochschule (VHS), Ottmar Erath, fest – um gleich festzuhalten: "Gerne noch mehr." Denn in der Vergangenheit sei Baden-Württemberg in Sachen Zuschüsse für die Volkshochschulen stets Schlusslicht im Länder-Ranking gewesen. "Diese Situation war ärgerlich", so Erath.

Mit insgesamt drei Millionen Euro mehr in diesem Jahr und sogar fünf Millionen im kommenden – für die Balinger VHS bedeutet dies nochmals ein Plus von 25 000 Euro – nähere man sich nun dem Bundesdurchschnitt. "Das ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung", betont Erath, der unter anderem auf die hohen Kosten bei den VHS-Projekten verweist, die es zu finanzieren gelte.

Wie das Geld verteilt wird, entscheide sich Anfang März, wenn der Haushalt beschlossen wird. "Dann wird über die Wünsche und Umsetzung von Ideen entschieden."

Von zehn auf 12,5 Prozent – diesen Anteil an den Personalkosten der Jugendmusikschulen übernimmt ab diesem Jahr das Land. Diese Entscheidung bezeichnet Dirk Benkwitz, Leiter der Balinger Jugendmusikschule (JMS), als ein "ganz wichtiges politisches Signal". Es sei damit eine Erhöhung umgesetzt worden, die schon lange angedacht war. Dazu hätten unter anderem die intensiven Kampagnen des Landesverbands der Musikschulen beigetragen.

Dennoch sei man noch weit davon entfernt, dass das Land, der Träger und die Eltern jeweils ein Drittel der JMS-Kosten stemmten. Bisher hatten die Kommunen 38 Prozent, die Eltern 49 Prozent und das Land zehn Prozent übernommen.

Der höhere Landeszuschuss ist für Benkwitz auch ein "Ausdruck der Wertschätzung" für die geleistete Arbeit. Denn es würden nicht nur an der Jugendmusikschule Kinder und Jugendliche unterrichtet; es bestünden auch viele Kooperationen mit Schulen und Vereinen. Doch trotz des Engagement seien die Schülerzahlen "leicht fallend", bedauert der JMS-Leiter, entgegen des Landestrends. Dafür macht er vor allem das G 8 verantwortlich; die Belastung für die Schüler sei groß, so dass sie auch Hobbys aufgeben.

Um so mehr freut sich Benkwitz darüber, wie viele beim Musical-Projekt "Felicitas Kunterbunt" mitmachen wollen. 100 Kinder und Jugendliche sollen es im Oktober in der Stadthalle als Darsteller auf der Bühne oder als Musiker im Orchester aufführen, 140 Anmeldungen lägen bereits vor – für Benkwitz ein Zeichen dafür, dass die JMS attraktiv ist und Musik Spaß macht.

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