Sie bereiten den elften Energiewendetag im Zollernalbkreis vor (von links): Thomas Friedrich (Sonnenenergie Zollernalb), Nicolaus Schäfer (EnBW), Matthias Schlagenhauf (Energieagentur Zollernalb), Willi Griesser (Umweltamt Zollernalbkreis) und Jürgen Gress (Kreishandwerkerschaft Zollern-Alb). Fotos: Schnurr Foto: Schwarzwälder-Bote

Energiewendetag: Elfte Veranstaltung erstmals an und in der Stadthalle / Probefahrten auf dem Programm

Es geht um erneuerbare Energie im Allgemeinen und um Elektro-Mobilität im Speziellen: Für Sonntag, 17. September, laden die Energieagentur Zollern­alb und eine Reihe von Partnern zum elften Energiewendetag ein.

Balingen. Seit 2008 ist der Zollernalbkreis beim jährlichen Energiewendtag in Baden-Württemberg dabei. Dabei geht es rund um das Thema erneuerbare Energie und ganz praktisch um das Einsparen von Strom und Wärme.

Unter Federführung der Energieagentur Zollernalb wurde darüber in den vergangenen Jahren auf dem Balinger Marktplatz informiert und beraten. "Die Resonanz war gut", blickt Willi Griesser zurück, Geschäftsführer der Agentur und zugleich Leiter des Kreisumweltamts.

Doch in diesem Jahr wechselt die Veranstaltung an und in die Stadthalle. Das sei zum einen den Baustellen in der Balinger Innenstadt geschuldet, erläutert Griesser: "Zum anderen wollen wir 2017 neue Wege gehen." Beispielsweise bei der inhaltlichen Schwerpunktsetzung: "Mobilität ist für uns im Zollernalbkreis neben dem Bereich Wärme ein großer Faktor."

Dies solle in den Vordergrund rücken, und man wolle insbesondere Familien mit dem Thema E-Mobilität ansprechen. Nicht nur theoretisch, mit drei Fachvorträgen sowie einem Podiumsgespräch, sondern ganz praktisch: Pedelecs, Elektro-Scooter und -Autos stehen für Probefahrten bereit. Dafür benötigt man mehr Platz und bessere Zufahrtmöglichkeiten als bisher.

Bei der Veranstaltung wird es unter anderem um die Frage gehen, in welchen Bereichen es bereits wirtschaftlich ist, Elektroautos einzusetzen. "Unser Ziel ist es, Impulse zu geben, das, was in Baden-Württemberg läuft, auf den Kreis herunterzubrechen", fasst Griesser zusammen.

Jürgen Gress, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Zollern-Alb, betrachtet Elektrofahrzeuge als aus drei Perspektiven für Handwerker relevant: Erstens verkaufen und reparieren Firmen im Kreis diese; zweitens interessieren sich Handwerker als Nutzer für Elektroautos; drittens gibt es in der Region Firmen wie TechMaster oder Solera, die zur Erzeugung von Strom und Wärme aus Solarkraft benötigte Technik herstellen.

Berichte aus der Praxis

Deshalb sei es auch sinnvoll, dass die Besucher des Energiewendetags in Balingen mit Leuten ins Gespräch kommen können, die praktische Erfahrung bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen haben, so Gress. Beispielsweise setzen der Landkreis selbst und die mit einem Stand vertretene "Sonnenstadt" Geislingen diese seit geraumer Zeit in ihren Fuhrparks ein.

Bei der Veranstaltung gehe es letztlich auch darum, die besten Möglichkeiten für die Nutzung von E-Mobilität im ländlichen Raum auszuloten, ist Thomas Friedrich vom Verein Sonnenenergie Zollernalb überzeugt. Die zentrale Frage ist für ihn: "Wo ist E-Mobilität hier sinnvoll zu nutzen?"

Das Programm dauert von 11 bis 17 Uhr. In dieser Zeit können sich die Besucher informieren, E-Autos auf der Straße testen oder mit Muskelkraft einen Standmixer antreiben, um Smoothies zu rühren.

Der erste Gast für den 17. September hat sich übrigens bereits angekündigt: Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) ist am Energiewendetag im Land unterwegs und will am frühen Nachmittag auch in Balingen Station machen.

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