Auf Nino Strauchs Bildern zeigen sich die Handballer des HBW mal ganz privat. Foto: Strauch

Der Balinger Fotograf Nino Strauch setzt die Handball-Profis außergewöhnlich in Szene.

Balingen - Ab heute gilt's: Mit dem Heimspiel gegen den VfL Gummersbach, das um 19 Uhr in der SparkassenArena beginnt, startet der HBW in seine sechste Bundesliga-Saison. Nino Strauchs Bilder zeigen die Protagonisten des Balinger Handball-Wunders ganz privat.

Kapitän Wolfgang Strobel stutzt ausnahmsweise nicht seine Kontrahenten auf dem Spielfeld, sondern den Rasen im Garten zurecht. Daniel Sauer pflügt nicht mit dem Ball durch die gegnerischen Reihen, sondern auf dem Surfbrett durchs Wasser. "Litty" Ettwein erweist sich nicht nur auf der Außenposition, sondern auch im elterlichen Bauernhof als tierisch leidenschaftlich. Ungewohnt und eindrucksvoll hat Strauch die Profis in Szene gesetzt.

Gemeinsam mit dem HBW und dem Weilstetter Atelier Türke hatte der Balinger Fotograf die Idee zu dieser Kampagne. Die Bilder zieren die neuen Autogrammkarten. Eine zweite Version, auf der die Spieler im Freizeit-Dress zu sehen sind, können Fans im Rundenheft bestaunen.

Herz, Leidenschaft und ein einmaliges Zusammenwirken

Was bringt ihnen Ausgleich zum Profi-Handball? Diese Frage stellte Strauch den Sportlern. "Wir wollten die Spieler in ihrem persönlichen Umfeld zeigen, so, wie sie wirklich sind", erläutert der 27-Jährige. Im Gespräch mit seinen Modellen hat Strauch, der bereits Stars wie Pascal Hens und Bertrand Gilles vor der Linse hatte, die Motive entwickelt. Zweieinhalb Wochen umfasste das Shooting. Bis zu vier Stunden investierten die Profis in ihrer kostbaren Sommerpause in jede Aufnahme. Der selbstständige Fotograf arbeitete übrigens unentgeltlich, "weil ich richtig Lust auf das Projekt hatte und die Kerle einfach so gerne mag".

"Superlustig" sei die Umsetzung gewesen. Viele hätten sich bereitwillig eingebracht. Philipp Keinath etwa ging dem Fotografen zur Hand und schleppte dessen 60 Kilo schwere Ausrüstung auf die Lochen. Frühschwimmerinnen machten im Balinger Freibad für Unterwasser-Aufnahmen Platz. Paul Schwenk öffnete die Pforten zum alten Gewölbekeller im Schloss Haigerloch. In Ostdorf stellte ein Kutscher spontan seine Pferde zur Verfügung und rückte sie geduldig und "zentimetergenau" in den Fokus. Und in Dotternhausen wurden die exotischen Gäste gar von freundlichen Albvereinlern mit Würstchen versorgt.

Die Bilder sollen das widerspiegeln, was den HBW und die Region für Strauch ausmacht: Herz, Leidenschaft und ein wohl einmaliges Zusammenwirken "vieler kleiner Zahnrädchen, die Großes bewegen". Balingen und der HBW: Das sei schon "etwas ganz Besonderes". Es grenze an ein Wunder, dass sich eine 34000-Einwohner-Stadt seit Jahren in der stärksten Handball-Liga der Welt behaupte.

Ansprechende Bilder, egal ob es sich um Aufnahmen von Sport-Fotografen oder um solch private Einblicke handele, förderten die Außenwirkung und trügen dazu bei, "dieses kleine gallische Dorf weiter nach vorne zu bringen."

Weitere Informationen:

www.ninoco.de

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