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Balingen Corona-Schwerpunktambulanz: 770 Patienten in erster Woche

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Die Hygiene- und Sicherheitsstandards sind in der Corona-Schwerpunktambulanz sehr hoch. Foto: CSA

Balingen - Die Menschen aufklären und den Patienten schnelle und kompetente Hilfe bieten – das möchte das Team um Daniel Urban in der Corona-Schwerpunktambulanz (CSA). Das Konzept des Internisten geht auf.

"Ich bin positiv überrascht, wie gut unser Angebot bereits vom Start weg angenommen wurde", sagt Urban. Am ersten Tag seien sie zwar schon ein bisschen überrannt worden, doch noch während des laufenden Betriebs seien die Abläufe optimiert worden. "Ab dem zweiten Tag hatten wir kaum noch Wartezeiten", erklärt der Balinger Internist, der das Konzept zur Corona-Schwerpunktambulanz entwickelt hat.

Als deren ärztlicher Leiter laufen auch alle Fäden bei dem 40-Jährigen zusammen. "Das ist schon eine ganze Menge Organisation", gibt er zu, doch es klappe alles bestens. Dafür sorge unter anderem eine flache Hierarchie und ein motiviertes Team, das aus drei Ärzten, 20 Medizinstudenten und fünf medizinischen Fachangestellten bestehe. "Bei uns ist alles straff organisiert, nur so können wir auch flexibel auf die Anforderungen, die an uns von den verschiedenen Seiten gestellt werden, reagieren."

Mehr Kapazitäten als gedacht

Was Urban besonders freut: "Das Konzept hat in der Praxis besser funktioniert als gedacht." Das gebe ihm und seinem Team Zuversicht für die anstehenden Aufgaben, auch wenn keiner wisse, was noch alles auf die Bürger und das Gesundheitssystem zukomme. "Die Situation wird sich in den nächsten Tagen und Wochen weiter zuspitzen", ist sich der Mediziner allerdings sicher. "Doch wir sind gut vorbereitet und können mit breiter Brust den Herausforderungen entgegen treten", gibt sich Urban optimistisch.

Denn es habe sich gezeigt, dass man in Balingen mehr Kapazitäten schaffen konnte als gedacht. Das liege unter anderem an dem guten Zusammenspiel von Corona-Schwerpunktambulanz mit dem Testzentrum auf dem Messegelände, dem Zollern­alb-Klinikum und der Verwaltung des Landkreises. "Wir sind in engem Kontakt und können so unsere Kompetenzen bestmöglich bündeln", so Urban weiter.

Ein zweiter wichtiger Punkt für die Effektivität: "Es kommen genau die richtigen Menschen zu uns." Die Bürger würden die Symptome korrekt deuten, Risikopatienten die Lage richtig einschätzen. Insgesamt seien 770 Menschen vom vergangenen Montagmorgen bis Freitagabend vorstellig geworden, 530 von ihnen wurden zum Abstrich ins Corona-Testzentrum auf dem benachbarten Messegelände weitergeleitet. Und nur sechs Patienten mussten in die "Desicion Unit" des Zollernalb-Klinikums. "Das sind nicht einmal ein Prozent." Zudem würden sich alle Patienten vorbildlich verhalten.

Bürger sind gut informiert

Ein immens wichtiger Schlüssel im Kampf gegen das neuartige Coronavirus: Die Menschen seien gut informiert. "Es ist auch unsere Aufgabe, die Aussagen von Experten verständlich zu machen und den besorgten Bürgern Hilfen an die Hand zu geben", betont Urban mit dem Hinweis auf die Homepage der Corona-Schwerpunktambulanz. Dort gebe es umfangreiche Informationen und Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Außerdem seien sie auch in den sozialen Medien unterwegs. "Wir versuchen, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und sie bestmöglich zu informieren." Denn die Pandemie gehe alle Altersklassen an. Und die Transparenz komme an. Zahlreiche positive Rückmeldungen von Patienten auf den verschiedensten Wegen gäben dem Team zusätzliche Motivation.

Aber nicht nur die Patienten schätzen die Arbeit von Urban und Co. Menschen aus dem ganzen Zollernalbkreis unterstützen das Projekt und bedanken sich auch mal mit leckerem Essen und Kuchen. "Trotz der kräftezehrenden Arbeit überwiegt die Freude", sagt Urban und bedankt sich seinerseits bei allen Beteiligten. "Diese ungewöhnliche Situation bringt die Menschen zusammen – trotz des Kontaktverbots."

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