Peter Seifert fordert neue Ideen für Traditionsveranstaltung in Balinger Innenstadt. Besucher flüchten fast schon.
Balingen - Mit deutlicher Kritik am Erscheinungsbild und am Angebot auf dem Balinger Christkindlesmarkt hat sich am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderats der Grünen-Stadtrat Peter Seifert zu Wort gemeldet. Er fordert "neue Ideen" für die Traditionsveranstaltung.
Zahlreiche Besucher des Christkindlesmarkts, der am ersten Adventswochenende in Balingen über die Bühne ging, hätten sich nach einem Gang durch die Innenstadt in seinen Bahnhof fast schon geflüchtet, sagte Seifert. Ihm gegenüber sei beklagt worden, dass der Christkindlesmarkt eine reine "Fresserei und Sauferei", ja sogar eine einzige Katastrophe sei. "In dieser Form", so Seifert, "ist der Markt sicher kein Aushängeschild für die Stadt." Vor allem die gewerblichen Anbieter, die etwa mit ihren Imbissständen auch auf dem Krämermarkt zu finden seien, hätten seiner Meinung nach auf dem Christkindlesmarkt nichts zu suchen.
Dagegen sagte Oberbürgermeister Helmut Reitemann, dass er fast nur durchweg positive Rückmeldungen zum Christkindlesmarkt erhalten habe. Das Erscheinungsbild habe sich, seitdem für die Stände Richtlinien erlassen worden seien, deutlich verbessert. Die Prämierung der schönsten Stände habe dazu geführt, dass sich die Anbieter ins Zeug legten und jedes Jahr würdige Sieger gekürt würden. Gewerbliche Anbieter gebe es auch anderswo, und das große Angebot an Essen und Trinken an den Ständen der Balinger Vereine werde stark nachgefragt. Auch die restriktiveren Regelungen, was den Alkoholausschank angeht, hätten zu einer Verbesserung des Markts geführt. Lediglich die Musikbeschallung, so Reitemann, könne zugegebenermaßen besser sein: In diesem Jahr sei die Musik mitunter zu laut gespielt worden, bisweilen sei sie auch wenig weihnachtlich gewesen.