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Balingen Bizerba-Arena: Investition "leider notwendig"

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Fans verfolgen das Spiel der TSG gegen Pforzheim am Mittwochabend von der Gegengeraden aus. Dort soll nun eine Stufenanlage errichtet werden, das ist eine der Auflagen, die die TSG erfüllen muss, um künftig auch in der Regionalliga im heimischen Stadtion kicken zu dürfen. Foto: Maier

Balingen - Der Balinger Gemeinderat steht hinter den Fußballern der TSG und will im ziemlich wahrscheinlichen Fall des Aufstiegs in die Regionalliga Geld lockermachen für die notwendige Ertüchtigung der Bizerba-Arena. Die Investition bewerten die Räte indes als bedauerliche Notwendigkeit.

Rund 250.000 Euro werden nach der Kostenaufstellung des Tief- und des Hochbauamts dafür benötigt, das Stadion vor allem in Sachen Sicherheit auf den von der Regionalliga Südwest geforderten Stand zu bringen. Dazu gehört etwa ein separater Eingang für Gästefans, eine Zaunanlage oder der Aufbau einer Stufenanlage auf der Gegengeraden. Werden die Auflagen bis Ende Juli nicht erfüllt, dürfte die TSG, wenn sie von der Oberliga in die nächsthöhere Spielklasse aufsteigt, Spiele nicht mehr im heimischen Stadion austragen, sondern müsste an die Kreuzeiche nach Reutlingen ausweichen.

Nachdem die neue Tribüne bereits 2014 so konzipiert worden war, dass sie mit den Erfordernissen der Regionalliga konform ist, sei es nun folgerichtig, die Anforderungen auch für die restliche Arena zu erfüllen, sagte Oberbürgermeister Helmut Reitemann am Mittwoch im Technischen Ausschuss. Das sah die überwiegende Mehrheit des Gremiums bei der Vorberatung des Themas ebenso – allerdings machten die Stadträte mit zum Teil deutlichen Worten ihren Unmut darüber deutlich, dass so viel Geld investiert werden muss.

Am drastischsten äußerte sich Klaus Hahn, Fraktionssprecher der CDU: Ihm stinke es, dass die Stadt "wegen einiger Deppen" – gemeint sind für ihre Gewalttätigkeit bekannte Fans anderer Regionalliga-Mannschaften – solch einen Aufwand betreiben müsse: "Diese Idioten kommen nicht wegen des Fußballs, sondern nur wegen Randale". Das Geld, das deswegen in die Ertüchtigung des Stadions gesteckt werden müsse, könnte in Balingen anderweitig für weitaus sinnvollere Dinge verwendet werden.

Mit den 250.000 Euro sei es zudem, so Hahn, ja nicht getan: Nicht eingerechnet seien etwa die Kosten für verstärkte Polizeieinsätze, die Hochrisikospiele mit sich bringen. In Richtung der Spielkommission der Regionalliga Südwest, die die Auflagen für die Stadien erstellt, sagte Hahn, er würde sich wünschen, dass die Vereine stärker in die Pflicht genommen würden, um den "Problemfans" Herr zu werden. Der Investition stimme er zu, so Hahn, "aber nur mit der Faust in der Tasche".

"Wie ein Gehege in der Wilhelma"

Georg Seeg (SPD) bezeichnete es als bedauerlich, dass für die Sicherheitsanforderungen so viel Geld in die Hand genommen werden müsse. Ein Element ist ein 2,20 Meter hoher Zaun, der künftig heimische und Gästefans voneinander trennt und der bei Hochrisikospielen sogar erweiter wird und das komplette Spielfeld abschirmt. Das erscheine ihm wie "ein Gehege in der Wilhelma", sagte Seeg.

Wolfgang Hallabrin (Freie Wähler) erinnerte daran, dass es mit den Sicherheitsvorkehrungen im Stadion wahrscheinlich nicht getan sei: Ihn sorge, dass randalierende Fans auf dem Weg in die Bizerba-Arena künftig auch in der Balinger Innenstadt ihr Unwesen treiben könnten. Dazu meinte OB Reitemann, zu den Auflagen gehöre auch ein Sicherheitskonzept, das in Abstimmung mit der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst erstellt werden müsse. Dietmar Foth (FDP) nannte es "bedauerlich und erstaunlich", dass es solch gewaltbereiten Fans und in der Folge notwendige Maßnahmen "nur im Fußball" gebe.

Endgültig entscheiden wird über die 250.000-Euro-Investition der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag, 5. Juni. Das Geld soll nur im Fall des Aufstiegs der TSG ausgegeben werden – ob die Balinger Kicker, die seit Monaten auf platz 1 der Oberliga stehen, die nächsthöhere Spielklasse erreichen, entscheidet sich möglicherweise schon an diesem Wochenende.

 
 

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Steffen Maier

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