Viele tausend Fahrzeuge rollen täglich durch Endingen. Darüber soll im September ein Aktionstag informieren. Foto: Archiv: Maier

Viele tausend Fahrzeuge rollen täglich durch Endingen. Bürgerinitiative will bei einem Aktionstag im September informieren.

Balingen-Endingen - Trotz einer ungünstigen Position auf der Prioritätenliste des Landesverkehrsministeriums hält die Bürgerinitiative Endingen/Erzingen (BI) an ihrem Ziel fest: die Ortsumfahrung 2015 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu bringen. Dazu plant sie am 27. September einen Aktionstag.

 

Derzeit sorgt aber ein Brief aus dem Ministerium für Unmut unter den Aktiven. Im Februar hatte die BI dem Ministerpräsidenten geschrieben und um Erklärung gebeten, weshalb Baden-Württemberg 110 Millionen Euro Bundesmittel für den Straßenbau nicht abgerufen habe.

Nun ist die Antwort aus Stuttgart da, doch diese sei "äußerst oberflächlich", berichtet der BI-Vorsitzende Gerd Ulrich. Es heiße darin, dass die Endinger Ortsumfahrung nicht einmal Planungsrecht habe. Das sei falsch, dieses Recht sei im Bundesverkehrswegeplan 2003 ausdrücklich vermerkt.

Darüber hinaus ärgert sich Ulrich nach wie vor über die Zahlen, die in der Priöritätenliste des Landes zugrunde gelegt wurden (wir berichteten). Diese könne man nicht nachvollziehen, so der BI-Vorsitzende. Auf eine schriftliche Anfrage dazu habe man bislang noch keine Antwort erhalten.

"Wir sind mit der Verfahrenweise, wie das Land unsere mehr als 50 Jahre geforderte Ortsumfahrung behandelt, nicht einverstanden", lautet Ulrichs Fazit. Deshalb wolle die BI am Samstag, 27. September, einen Aktionstag in Endingen organisieren.

Dazu würden auch alle für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen verantwortlichen Abgeordneten eingeladen: "Wir gehen davon aus, dass die mit ihrem Erscheinen zeigen, dass ihnen unser Anliegen wichtig ist."

Der Bürgerinitiative Ortsumfahrung gehören derzeit rund 380 Mitglieder an.