Ein Schüler lernt am Computer. Auch die Bildungseinrichtungen in Balingen erhalten eine neue digitale Ausstattung. Foto: Deck

Einrichtungen erhalten bis September neue Geräte. Oberbürgermeister trifft Eilentscheidung.

Balingen - Die Balinger Schulen erhalten über den von Land und Bund aufgelegten "DigitalPakt Schule" hinaus durch das kurzfristig aufgelegte Sofortausstattungsprogramm zusätzliches Geld für die Ausstattung mit digitaler Bildungsinfrastruktur.

Besondere Dringlichkeit wegen Pandemie

Oberbürgermeister Helmut Reitemann hat aufgrund der knappen Zeit und des überhitzten Markts - alle Welt will derzeit Geräte für die Schulen haben - in Form einer Eilentscheidung die Vergabe der Lieferaufträge für Notebooks, Software, Visualizer, Webcams und Lautsprecher vorgenommen. Der Gemeinderat hat dem nun nachträglich zugestimmt und auch die damit einhergehenden überplanmäßigen Mehrkosten für die Stadtkasse in Höhe von rund 300.000 Euro genehmigt.

Mit dem "DigitalPakt Schule" soll die Bildungsinfrastruktur an den Schulen neu aufgestellt und so die Grundlage für den Erwerb digitaler Kompetenzen gelegt werden. Gefördert wird zwischen 2019 und 2024 etwa die digitale Vernetzung an den Schulen, lokale Server, Wlan in den Bildungseinrichtungen, moderne interaktive Tafeln sowie mobile Endgeräte wie Laptops, Notebooks und Tablets, die die Schule ihren Eleven leihweise überlassen.

Besondere Dringlichkeit bekam das Digitalisierungs-Thema nun wegen der Corona-Pandemie: So stellten der Bund und das Land über das Sofortausstattungsprogramm zusätzliches Geld zur Verfügung, um den digitalen Fernunterricht zu verbessern. Dazu hat es eine Abfrage bei allen elf städtischen Schulen gegeben, diese meldeten ihren Bedarf an. Zum Beginn des neuen Schuljahrs sollen die neuen Geräte zur Verfügung stehen.

Schnelles Netz dauert

Noch etwas länger dauern wird es derweil mit der Anbindung ans schnelle Internet. Die dafür notwendige Infrastruktur wird die zollernalb-data, Tochterunternehmen der Balinger Stadtwerke, bereitstellen. Deren Vertreter sagten im Gemeinderat, es werde voraussichtlich zwei Jahre dauern, bis alle Bildungseinrichtungen mit Glasfaserleitungen versorgt seien und mit Hochgeschwindigkeit online unterwegs sein können.

Klaus Hahn (CDU) sagte dazu, es erweise sich im Rückblick einmal mehr als richtig, die zollernalb-data gegründet zu haben. Deren Vertreter sagten im Gemeinderat auch zu, im Fall einer Störung zuverlässig für Abhilfe zu sorgen: Rund um die Uhr stünden Mitarbeiter parat, um auf Ausfälle reagieren zu können.

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