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Balingen Balingens Kleinode im Maßstab 1:62

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Ottmar Erath mit einem ersten Sack voller Lego-Steine. Aus ihnen sollen verschieden Gebäude entstehen. Foto: Engelhardt Foto: Schwarzwälder Bote

In Balingen wird gebaut: am Kirchvorplatz, direkt gegenüber der Volkshochschule (Vhs) und bald auch in Miniatur. Mit Lego-Steinen sollen die schönsten Ecken von Balingen nachgebildet werden – und zwar maßstabsgetreu.

Balingen. Die Gartenschau 2023 wirft ihre Schatten voraus – und nun vielleicht bald auch in Miniatur. Denn die Volkshochschule Balingen lädt alle Interessierten dazu ein, gemeinsam aus Lego-Steinen verschiedene markante Ecken der Stadt nachzubilden. "Marktplatz, Kirchvorplatz, Zollernschloss und Zehntscheuer sind sicherlich ganz tolle Motive", sagt Ottmar Erath. Aber auch Friedhofskirche und Bahnhof seien denkbar. "Und natürlich unsere Stadtkirche, die darf nicht fehlen", betont der Leiter der Balinger Vhs, der diese Aktion initiiert hat.

Die Idee dazu kam Ottmar Erath auf der Messe Modell und Technik in Stuttgart. Die Jugendtechnikschule der Balinger Vhs hatte dort kurzfristig noch einen Standplatz bekommen. "Dem Messeveranstalter ist ein Aussteller abgesprungen, wir konnten den Platz kostenfrei übernehmen. So etwas wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen."

Kurzerhand wurde der Messestand der Volkshochschule nach Stuttgart verfrachtet, wo die Balinger ihre Jugendtechnikschule präsentieren konnten. "Die Resonanz auf unser Angebot, das gerade einmal drei Semester alt ist, war enorm", freut sich Erath. Etliche Anfragen hätte es gegeben, das Balinger Projekt sei vielen ein Vorbild. Denn hier dürfen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 16 Jahren bauen, tüfteln und programmieren. "Wir wollen den Nachwuchs für Welt der Technik begeistern – und das kommt an."

Natürlich habe er auch die Gelegenheit genutzt und sich das Angebot der anderen Aussteller angeschaut – und beim Verein "Schwabensteine 2x4" sei er dann hängen geblieben. Der Club besteht aus gut 60 Erwachsenen, die fiktiven Stadtlandschaften nachbilden. "Das ist Kunst aus Lego", schwärmt Erath. Er habe dann sofort an die Gartenschau 2023 denken müssen und habe seine Idee auch mit den Clubmitgliedern diskutiert. Mittlerweile steht der Vhs-Leiter auch mit einem weiteren Club in Kontakt, dem Lego-Stammtisch "Klötzlebauer" aus Ulm. "Die haben derzeit eine Ausstellung im Ludwigsburger Schloss", weiß Erath. Beide Clubs werden in Balingen Workshops geben und ihr Wissen mit Interessierten teilen, so der Plan von Erath.

Startschuss zu diesem ungewöhnlichen Projekt ist am 17. März. Dann findet ein erstes Treffen von Interessierten im Vhs-Zentrum in Weilstetten statt. Die Teilnahme ist gebührenfrei, eine Anmeldung wird aber erbeten. "Bisher haben wir bereits 14 Interessierte, überwiegend Kinder – aber da werden sicherlich noch einige Väter und Mütter mitmachen", ist sich der Initiator sicher. Beim ersten Treffen werde dann auch festgelegt, mit welchen Gebäuden man anfangen werde. In zwei- bis dreiköpfigen Teams würden die Daten für die Gebäude erarbeitet. "Pläne müssen organisiert werden, die Stadt hat hierbei ihre Unterstützung zugesagt." Außerdem werden die ausgewählten Gebäude fotografisch aufbereitet und eine Materialliste erstellt. Über 4000 verschieden geformte Lego-Steine gebe es mittlerweile – und dann noch etliche Farben. "Das Grundmaterial unsere Stadtkirche wird aus beigen Steinen bestehen", erklärt Erath. Die Stadtkirche sei dabei eines der prestigeträchtigsten Projekte – und gleichzeitig auch schwierigsten.

"Ich könnte mir gut vorstellen, dass im Jahr vor der Gartenschau die bis dato fertigen Gebäude auf eine Art Werbetour gehen und ausgestellt werden könnten", meint Erath. Aber nicht nur nach außen könne das Projekt wirken. Denn: "Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Heimat."

Die Vhs Balingen wird das Projekt finanziell anschieben und die ersten Gebäude finanzieren. Für die Zukunft sei eine Bausteineaktion ebenso denkbar wie Auftragsarbeiten. "Das ist bei den anderen Clubs üblich, und bei uns gibt es sicherlich auch Eigentümer, die ihr Gebäude gerne in Lego-Steinen nachbilden lassen wollen." Die würden die Steine stellen und nach der Ausstellung die Exponate bekommen. Bis zum Sommer sollen die ersten Gebäude fertig sein. Eine Noppe eines Lego-Steins entspricht dann einem halben Meter in der Realität. Das ist ein Maßstab von 1:62. "Ein normaler Lego-Stein ist also in Realität zwei Meter lang."

 
 

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