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Balingen Andern einmal in die Karten schauen

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Ob österliche Grüße, Ansichten und Impressionen aus Balingen oder romantische Motive: Postkarten übermitteln Grüße und Gefühle. Besonders wichtig waren im Ersten Weltkrieg die Feldpostkarten (links unten), die einzige Verbindung zwischen den Männern im Krieg und ihren Familien.Fotos: Reich Foto: Schwarzwälder Bote

"Grüße aus dem Goldenen Zeitalter" ist der Titel der aktuellen Ausstellung, die seit Dienstag in der Balinger Zehntscheuer zu sehen ist. Sie zeigt eine Sammlung historischer Postkarten – auch aus Balingen.

Balingen. Im Jahr 1865 schlug der Postbeamte Heinrich von Stephan in der fünften Postkonferenz das Einführen eines "offenen Postblattes" vor. Das war die Geburtsstunde der Postkarte. Anfangs noch kritisch beurteilt, da das Mitgeteilte für jedermann zu lesen war, setzte sie sich dennoch durch – vor allem im Handelswesen. Nach und nach wurden dann kleine Bilder auf die Anschriftseite gedruckt, schließlich auf die Rückseite: Die Ansichtskarte war geboren.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die gedruckten Bilder bunt und die Ansichtskarte richtig populär. Allein im Jahr 1900 wurden 440 Millionen davon verschickt.

Hunde mit Hüten und drapierte Damen

Die Ausstellung in der Balinger Zehntscheuer dokumentiert die Geschichte der Bunten Botschaften, zeigt aus heutiger Sicht bisweilen skurrile Karten von Kindern, die Oster- oder Pfingstgrüße übermitteln, Hunden mit Hüten und drapierte Damen.

Ein Teil der Schau ist den Feldpostkarten gewidmet, die die Soldaten im Ersten Weltkrieg mit den Liebsten daheim austauschten. Zehn Milliarden wurden zwischen 1914 und 1918 transportiert. Viel Patriotismus ist dabei zu entdecken, doch auch Sehnsucht nach der Heimat – und bisweilen einfach nur Kitsch. Ein anderer Teil zeigt Modepostkarten und solche mit Modellen.

Besonders interessant ist der Bereich der Ausstellung, der historische Postkarten aus Balingen und der Umgebung zeigt. Dort sieht man, wie sich die Stadt gewandelt hat und was von ihr gleichgeblieben ist. Eines haben alle Karten gemeinsam: Sie sind liebevoll inszeniert und gestaltet, kurzweilig und bisweilen richtig spannend.

In der Ausstellung in der Zehntscheuer sind mehr als 150 Exemplare zu sehen. Davon wurden einige vom Stadtarchiv im DIN-A4-Format gescannt und gedruckt, sodass die Besucher auch die Details in Ruhe studieren können.

Zusammengestellt wurde die Postkartenschau von Janina Kopsieker, die momentan im Balinger Stadtarchiv ihr Freiwilliges Soziales Jahr macht. Ihr war es ein besonderes Anliegen, die Ausstellung zu kuratieren, denn ihr Hobby ist: Postkartensammeln.

"Grüße aus dem Goldenen Zeitalter" in der Balinger Zehntscheuer ist noch bis zum 28. Juni dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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