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Balingen Aha-Effekte bei der Rundfahrt

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Die Büros der Firma Klumpp in Ostdorf schweben über einem Bestandsbau. Rechts daneben: das erste Firmengebäude. Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt/Zollernalbkreis. Architekten schaffen mehr als Gebäude – sie schaffen auch die Räume zwischen den Wänden, und eben die waren Thema am Tag der Architektur, zu dem die Architektenkammer Zollernalb eingeladen hatte.

Originell waren schon die Räume am Ausgangspunkt, der Firma Otto Klumpp in Ostdorf, denn sie liegen als aufgeständerte "Kiste" über dem ursprünglichen Bürotrakt. Weil die Firma während des Betriebs erweiterte, hatten die Stettener Architekten H.P. Schetter und Max Schetter keine leichte Aufgabe, schafften es aber dennoch, die Besucher im Innenraum "nach oben zu ziehen", zum Firmenchef, der von seinem Büro nicht nur die Burg Hohenzollern, sondern auch das Geschehen im Treppenhaus im Blick hat – ohne selbst im Glashaus zu sitzen.

Landschaftsarchitekt Axel Mayer vom Stadtplanungsamt erläuterte in der Neuen Mitte in Tailfingen unter anderem, welche Rolle Bäume im neu gestalteten öffentlichen Raum spielen und dass ihre Wurzeln belüftet werden müssen. Der dreigegliederte, barrierefreie Raum sei mit Aktionsbändern gegliedert und durch Wasser – etwa den großen Wassertisch – aufgewertet, um den Innenbereich der Stadt zu stärken und die Menschen in die Stadt zu holen, anstatt diese immer weiter auszudehnen.

Aha-Effekte erlebten die Teilnehmer der von Adele Widmann-Hauser, Architektin in Weilstetten, organisierten Fahrt dann am Berghaus Degerfeld, das Friedrich Rau als Architekt unter besonderen Schwierigkeiten zu einem Tagungs- und Ereignishaus um- oder vielmehr aufgebaut hat, hatte Vorbesitzer Egon Lang doch das meiste selbst gemacht, so dass zunächst der Statiker tätig werden musste und Grundsätzliches zu klären war. Rau: "Wir haben uns wirklich gewundert, wie das Ganze bisher gehalten hat." Nur dank des großen Einsatzes der Bauherren, der Familie Würz, sei es gelungen, hinter der Fassade – sie musste erhalten bleiben – ein Haus mit Seminarräumen, Gästezimmern und großen Aufenthaltsräumen zu schaffen, die den Besuchern manches "Ah" und "Oh" entlockten – ebenso wie der See mit Terrasse, der als Feuerlöschteich auch eine Funktion erfüllt.

Letzte Station – nach köstlicher Verköstigung im Berghaus – war ein von Friederike Straubinger geplantes Familienwohnhaus in Salmendingen nach KfW-55-Standard mit Fotovoltaik, Stromspeicher, dezentraler Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Holzofen, der im Winter die Heizung unterstützt, und Wärmepumpe. Somit sei das Holzhaus mit massiven Holzplattendecken und Holzständerwänden zu 95 Prozent energieautark, so Straubinger. Die Raumwirkung wird verstärkt durch verschiedene Ebenen im Erdgeschoss, die nach vorne geschlossene und nach hinten, zum Garten, fast durchweg gläserne Fassade sowie den teils offenen Fußboden im ersten Stock, der Blicke in Wohn- und Essbereiche erlaubt.

Wie viel gute Architektur ausrichten kann, fasste Axel Mayer am Beispiel der Neuen Mitte Tailfingen nach Plänen der Landschaftsarchitekten "ernst + partner" aus Trier zusammen: "Als ich vor sechs Jahren in Tailfingen angefangen habe, war abends, als ich aus dem Rathaus kam, alles leer. Jetzt ist immer viel los."

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