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Albstadt Acht Monate Vollsperrung – muss das sein?

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Der Verkehr auf der B 463 muss 2021 auf neuen Wegen um Lautlingen herumfahren. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt/Balingen. Das Tübinger Regierungspräsidium will im Sommer 2021 die Brücke der B 463, die westlich von Laufen über die Eyach führt, "ertüchtigen" beziehungsweise erneuern und außerdem den Laufener Tunnel betriebstechnisch nachrüsten. Die Tübinger Planer gehen davon aus, dass für beide Maßnahmen eine Vollsperrung der Bundesstraße unumgänglich sein wird, und wollen beide Bauprojekte gleichzeitig über die Bühne bringen, um die Straßensperrung nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Sie sind nämlich gebrannte Kinder; zu oft mussten sie sich in der Vergangenheit den Vorwurf anhören, sie ließen Möglichkeiten, ihre Maßnahmen zu bündeln, ungenutzt.

Wenn sie geglaubt haben sollten, dass die Laufener und sonstigen Albstädter ihnen dankbar für ihre Fürsorglichkeit seien, dann haben sie sich getäuscht. Sie veranschlagen die Dauer der Vollsperrung nämlich mit acht Monaten, und bei dieser Vorstellung packt nicht nur die Eyachtäler das kalte Grausen, sondern auch die Spediteure und die vielen Pendler, die tagtäglich auf der B 463 unterwegs sind. Und auch die Dürrwanger, Stocken- und Zillhausener sind alarmiert, denn wieder einmal gedenkt das Regierungspräsidium, den Verkehr über ihre Ortsdurchfahrten umzuleiten. Es wäre nicht das erste Mal – aber das erste Mal, dass die Belastung acht Monate währt.

Und so meldete sich in der Albstädter Gemeinderatssitzung am Donnerstag Gemeinderat Christian Schlegel, ein Laufener, zu Wort, schilderte die Problematik, bezeichnete alle gängigen Umleitungsvarianten – außer Zillhausen und dem Oberen Eyachtal kommen auch noch die über Tieringen, Meßstetten und das Meßstetter Tal oder über Tieringen und den Dobel in Betracht – als unzulänglich und indiskutabel und forderte Oberbürgermeister Klaus Konzelmann auf, mit den Tübingern Tacheles zu reden: Sie sollten sich gefälligst etwas Besseres einfallen lassen. Beim OB rannte er damit offene Türen ein – für den 5. Juli hätten er und der Balinger Kollege Helmut Reitemann einen Termin beim Regierungspräsidium und würden dort mit Nachdruck ihre Vorstellungen vertreten.

Das Hauptproblem ist laut Konzelmann die Brücke, weil sie wirklich nur weiträumig umfahren werden kann, die probate Lösung nach Ansicht des OB eine Behelfsbrücke in nächster Nähe: Es gebe da mittlerweile tragfähige, belastbare Provisorien, die ohne Beton auskämen – man müsse nur etwas flexibel sein. Christian Schlegel wollte ferner wissen, ob die Ertüchtigung einer Brücke wirklich acht Monate dauere. Der Schwarzwälder Bote hat diese Frage an das Regierungspräsidium gerichtet und die Antwort erhalten – möglicherweise ja, je nachdem wieviel gemacht werde, ob etwa die Widerlager betroffen seien oder nicht. Indes beziehe sich die Zahl acht Monate vor allem auf den Tunnel – schneller gehe es nicht.

Und noch ein weiteres Problem steht in einem mittelbaren Zusammenhang mit der drohenden Vollsperrung. Die Stadt Albstadt wollte die "Flüsterasphaltierung" der Lautlinger Ortsdurchfahrt, die eigentlich schon viel früher stattfinden sollte, ebenfalls auf den Sommer 2021 zu verlegen – alles sollte in einem Aufwasch erledigt werden. Indes wird ein Teil des Verkehrslärms, den der Flüsterasphalt dämpfen soll, durch abgesunkene Schachtdeckel in der Ortsdurchfahrt verursacht, die im Zuge der Sanierung angehoben werden sollen.

Ließe sich nicht wenigstens diese Maßnahme vorziehen? Laut Albstadts Baubürgermeister Udo Hollauer nicht für alle Schachtdeckel – es dürften rund 50 sein, und sie alle anzuheben, um zwei Jahre später die gesamte Straße zu richten, wäre ein Schildbürgerstreich. Aber vielleicht die lautesten, die am meisten stören? Die Stadt hat sich etwa 15 ausgewählt, die in der ersten Pfingstferienwoche gerichtet werden sollen – die Bauarbeiten beginnen nach den Feiertagen.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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