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Balingen Abfall: Zollernalbkreis vorne dabei

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In den Landkreisen gibt es zum Teil große Unterschiede, was die Sammelsysteme angeht.Archiv-Foto: Weissbrod Foto: Schwarzwälder Bote

Im Spitzenfeld der baden-württembergischen Abfallbilanz, die Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) vorgestellt hat, liegt der Zollernalbkreis: auf Platz sieben von 44 Stadt- und Landkreisen.

Zollernalbkreis. Kernstück dieser Abfallbilanz ist die Landesliga, in der die Rest- und Sperrmüllmengen der Landkreise verglichen werden. Je weniger Abfälle produziert werden, desto besser ist der Listenplatz. Der Zollernalbkreis behauptet sich wie im Jahr 2018 zusammen mit dem Landkreis Heidenheim auf dem siebten Platz.

In der Kategorie "Städtische Kreise" liegt der Zollernalbkreis nach Angaben des Landratsamts sogar auf dem fünften Platz. Durchschnittlich fielen 2019 im Land 140 Kilogramm Rest- und Sperrmüll pro Einwohner an. Der Zollernalbkreis liegt mit 105 Kilo pro Einwohner (81,5 Kilo Restmüll und 23,5 Kilo Sperrmüll) deutlich darunter. In den vergangenen Jahren wurde durch den Landkreis verstärkt für die getrennte Sammlung von Biomüll und Elektroschrott geworben. Dennoch landen immer noch zu viele dieser Abfälle in der Restmülltonne. Das Landratsamt wird sich deshalb weiterhin für die getrennte Sammlung einsetzen. Für das laufende Jahr sind zusammen mit der Landesanstalt für Umwelt neue Aktionen für große Wohnanlagen geplant. "Letztendlich ist aber jeder Einzelne gefordert, sich an die vorgeschriebene Abfalltrennung zu halten und damit einen Beitrag für den Schutz unserer Umwelt und eine lebenswerte Zukunft zu leisten", fasst Friedrich Scholte-Reh, Leiter des Abfallwirtschaftsamts im Zollernalbkreis, zusammen.

Kreis Rottweil. Wer sich das ganze 119 Seiten dicke Werk voller Zahlen, Tabellen und Grafiken zu Gemüte führen möchte, braucht dafür vermutlich eine Woche Urlaub. Dennoch lassen sich etliche Vergleichswerte für den Kreis Rottweil herauslesen, die zeigen, dass die Bewohner in Sachen Müllaufkommen deutlich unter dem Landesschnitt liegen. Auch im Vergleich mit dem Umland schneidet der Kreis recht gut ab.

Gut im Umlandvergleich

Das Pro-Kopf-Aufkommen aller häuslichen Abfälle im Jahr liegt im Kreis Rottweil bei 321 Kilogramm. Im Landesdurchschnitt werden rund 355 Kilogramm Müll verursacht. Beim Gesamtaufkommen schneidet der Kreis Rottweil mit Blick auf die umliegenden Landkreise am besten ab: Im Schwarzwald-Baar-Kreis liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei 353 Kilo, im Kreis Tuttlingen bei 376, im Zollernalbkreis bei 342, in Freudenstadt bei 343 und in der Ortenau bei stolzen 387 Kilogramm pro Jahr und Einwohner.

Beim Rest- und Sperrmüll inklusive Geschäftsmüll fallen in Baden-Württemberg pro Kopf im Durchschnitt 140 Kilogramm an. Auch hier liegt der Kreis Rottweil mit 112 Kilo pro Kopf deutlich darunter, das sind 15 665 Tonnen. Im Ranking der "städtischen Kreise" – darin sind auch alle Nachbarlandkreise bis auf Freudenstadt ("ländlicher Kreis") eingeordnet – liegt Rottweil auf dem achten Platz. Je geringer das Müllaufkommen, desto besser die Platzierung. Ganz vorn liegt hier der Kreis Calw mit nur 65 Kilo pro Einwohner, der Zollernalbkreis liegt mit 105 Kilo auf Platz fünf. Der Ortenaukreis bildet mit 208 Kilo Pro-Kopf-Aufkommen das Schlusslicht. Bei den ländlichen Kreisen liegt Freudenstadt mit 72 Kilo vorn.

Das Ministerium betont dazu: "Das Aufkommen an Restabfällen, insbesondere an Hausmüll, fällt umso geringer aus, je umfassender die Getrenntsammlung von Wertstoffen und Bioabfällen gelingt. Die getrennte Sammlung dieser werthaltigen Fraktionen ermöglicht deren Verwertung und damit die Nutzung der häuslichen Abfälle als wertvolle Ressource." Das Haus- und Sperrmüllaufkommen werde deshalb als Gradmesser dafür bewertet, "in wie weit die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in ihren Bemühungen um eine ressourcenschonende Abfallbewirtschaftung erfolgreich sind".

Bei den Abfällen in der Biotonne ist das Ranking umgekehrt: Je mehr organische Abfälle getrennt entsorgt werden, umso besser für die Kreislaufwirtschaft. Die Menge an getrennt gesammelten Abfällen aus der Biotonne soll nach dem Abfallwirtschaftsplan in Baden-Württemberg 2020 auf durchschnittlich 60 Kilo pro Einwohner angehoben werden. Ziel sei es, das bei den Haushalten vorhandene Potenzial an organischen Abfällen besser auszuschöpfen.

Küchenabfälle im Blick

Vor allem die Erfassungsquote der energiereichen Küchenabfälle müsse deutlich angehoben werden. "Diese landen noch viel zu häufig in der Restmülltonne", so das Ministerium. Der Landesdurchschnitt lag beim Biomüll 2019 erst bei 51 Kilo pro Kopf, dennoch überschritten 18 Stadt- und Landkreise den Zielwert von 60 Kilo.

Dazu gehört auch der Kreis Rottweil mit 66 Kilo Abfällen in der Biotonne pro Einwohner (Vorjahr: 69). Das sind 9249 Tonnen Bioabfälle. Rottweil liegt damit auf Platz 13 in der Liste der 27 städtischen Kreise. Das Ministerium weist jedoch darauf hin, dass die Vielzahl von unterschiedlichen Sammelsystemen einen Vergleich erschwere.

Zuletzt ein Blick auf die Wertstoffe in der Statistik. Auch hier gibt es große Unterschiede, wie diese gesammelt werden. Im Kreis Rottweil waren es im vergangenen Jahr 143 Kilo Wertstoffe pro Einwohner, das sind 19 920 Tonnen. Der Blick auf den Landeswert von 164 Kilo zeigt, dass hier noch Luft nach oben ist.

Weitere Informationen: www.statistik-bw.de/Umwelt/Abfall/Abfallbilanz.jsp

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