Kinder spielen in einem Kindergarten mit Bauklötzen. Die Balinger Stadtverwaltung plant, zahlreiche weitere Kindergartenplätze einzurichten. Foto: Kästle

Stadtverwaltung möchte weitere Gruppen in Endingen, Roßwangen und Frommern. Plätze knapp.

Balingen - Steigender Bedarf bei derzeit knappen Kapazitäten: Die Stadt Balingen reagiert auf die große Nachfrage nach Kindergartenplätzen und will in Roßwangen, Endingen und Frommern zusätzliche Betreuungsgruppen einrichten. Zusammen mit den bereits 2019 beschlossenen Erweiterungen entstehen so mehr als 100 neue Plätze.

Betreuung bereits im Herbst geplant

Die neuen Gruppen sollen möglichst noch in diesem Sommer soweit eingerichtet werden, sodass Kinder darin von Herbst an betreut werden können. Über die Planungen informiert Hary Jenter, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Vereine, in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Dienstag, 16. Juni (17 Uhr, Stadthalle); der Gemeinderat entscheidet Ende des Monats über die Vorhaben sowie die damit einhergehenden Kosten.

Nachdem in Roßwangen im Gemeindehaus bereits eine Krippengruppe eingerichtet worden ist, soll dort nun eine zusätzliche Kleingruppe für bis zu zehn Kindern im Alter ab drei Jahren folgen. Dies sei notwendig, so Jenter, um für die Krippenkinder die weitere Betreuung vor Ort zu gewährleisten: Die Krippe ist mit neun Kindern fast voll ausgelastet, der Kindergarten mit 25 Kindern derzeit sogar voll belegt. Träger des Kindergartens und der Krippe ist die katholische Kirchengemeinde Roßwangen; die Stadt beteiligt sich derweil an den auf rund 24.000 Euro geschätzten Umbaukosten, die für die neue Kindergartengruppe erforderlich sind.

Nachfrage an Krippen steigt stark

In Endingen soll ebenfalls ein Raum provisorisch für die Betreuung von bis zu zehn Kindern geschaffen werden - und zwar im Bewegungsraum der Kindertagesstätte. Das sei mit relativ geringem Aufwand möglich, so Jenter. Für die Ausstattung werden rund 5000 Euro benötigt; dazu kommen Kosten für zusätzliches Personal. Unabhängig davon prüft das Hochbauamt derzeit, ob die Endinger Einrichtung, die an vielen Stellen in die Jahre gekommen ist, saniert und mit einem Anbau versehen werden soll oder ob vielleicht ein Neubau die bessere Lösung darstellt.

34 zusätzliche Betreuungsplätze mit verlängerten Öffnungszeiten sind zudem in der Frommerner Kindertagesstätte Pestalozziweg vorgesehen; auch mit diesem Vorhaben hatte sich der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr auseinandergesetzt. Entstehen sollen die neuen Plätze als Provisorium nach Umbauarbeiten im Untergeschoss. Vier zusätzliche Mitarbeiter sind dafür notwendig, dazu kommen die Kosten für die Ausstattung in Höhe von rund 25.000 Euro. Für die Frommerner Kita war 2019 ein Anbau ins Auge gefasst worden; sollte dieser kommen, dann könnten die Ausstattung und das neue Personal übernommen werden.

Neben diesen neuen Kindergarten-Gruppen hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr bereits der Einrichtung zweier zusätzlicher Gruppen an der Balinger Lauwasenschule sowie einer Gruppe in Weilstetten zugestimmt. Vor allem im sogenannten U3-Bereich ist die Nachfrage nach Betreuungsplätzen zuletzt stark angestiegen. Die Zahl der Kinder, die Krippen besuchen, steigt und wird ausweislich der Geburtenzahlen sowie angesichts neuer und geplanter Baugebiete weiter zunehmen - entsprechend die Zahl der Kindergartenkinder.

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