Dreharbeiten zur dritten Folge der Filmreihe "Dorfspaziergang": Tourismusdirektor Patrick Schreib im Gespräch mit Friederike Schneider, Rangerin im Nationalpark Schwarzwald und Hofbesitzerin. Foto: Klumpp

Wie viel ist genug? Um diese beinahe philosophische Frage geht es in der dritten Folge des Baiersbronner Filmprojekts "Dorfspaziergang".

Baiersbronn - Was macht Menschen zufrieden? Wodurch fühlen sie sich ausgefüllt? Und wie viel materielle und immaterielle Dinge, die sich im Laufe des Lebens ansammeln, braucht es wirklich? Kurz: Wie viel ist genug? Dieser Frage geht Tourismusdirektor Patrick Schreib beim dritten "Dorfspaziergang" in Baiersbronn auf den Grund. Darüber informiert die Baiersbronn Touristik in einer Pressemitteilung.

Menschen im Fokus

In diesem Videoformat will Patrick Schreib den Menschen, die in Baiersbronn ihre Heimat haben und die Natur- und Lebenswelt Nordschwarzwald prägen, näherkommen. "Denn am Ende sind es ja nicht die Postkartenlandschaften, die einzigartige Kultur oder die ausgezeichneten Restaurants, die eine Region ausmachen, sondern die Menschen mit ihren Ideen und Werten", wird Schreib in der Mitteilung zitiert.

Hoher Innovationswille

Und gerade in der Kulturlandschaft Baiersbronn sei der Innovationswille schon immer stark ausgeprägt gewesen. "Hier haben die Menschen stets den Status quo hinterfragt und nie Angst davor gehabt, Neues zu denken und zu tun. Mit dem Projekt ›Dorfspaziergang‹ wollten wir genau solche Menschen finden und kennenlernen", so Schreib.

Und so gewährten dann in der aktuellen Folge vier Baiersbronner dem Zuschauer persönliche und authentische Einblicke in ihre Lebenswelt zwischen eigenem Hofladen, traditionellem Ofenbau, Hofwirtschaft und Kulturschaffendem in der Schwarzwaldhalle, heißt es in der Mitteilung weiter. Jede dieser faszinierenden Lebensgeschichten aus Baiersbronn charakterisiere die einzigartige Region dabei auf ganz persönliche Weise und werfe neue Perspektiven auf – sowohl für Touristen als auch für Einheimische – und das abseits klassischer Tourismuswerbung.

"Auch in der dritten Folge habe ich wieder einfühlsame, spannende und inspirierende Einblicke in das Leben der Baiersbronner erhalten. Es ist bewegend, welche Geschichten die Menschen erleben und welche Wege sie einschlagen. Ihre Charaktere und Geschichten machen schließlich das Lebensgefühl in Baiersbronn aus", erklärt Patrick Schreib.

Kurze Filmepisoden

Festgehalten werden die Gespräche in kurzen Filmepisoden, die online auf www.baiersbronn-magazin.de und auf dem YouTube-Kanal der Baiersbronn Touristik zu sehen sind. Die vorangegangenen Folgen drehten sich um die Themen "Neuanfang" und "Verlässlichkeit".  Die Serie wird laut der Mitteilung nach den erfolgreichen ersten beiden Folgen mehrmals jährlich produziert und greife immer wieder Themen oder Situationen auf, die Menschen auf ihrem Lebensweg beschäftigen. Dabei gehe es um echte Geschichten, die schwierige Entscheidungen und Unsicherheiten genauso selbstverständlich thematisieren, wie persönliche Erfolge, Lebensfreude und außergewöhnliche Leistungen – eben ein authentischer Blick auf die Protagonisten und das Leben in Baiersbronn.

Die Protagonisten

Sarah-Maria Schmidt hat den Hofmarkt Riegraf auf dem elterlichen Gehöft gegründet. Seit über einem Jahr bietet sie eine Plattform für regionale Lebensmittel. Schmidt hat zuvor in der Immobilienbranche gearbeitet und hat sich während der Pandemie den Traum vom Hofmarkt erfüllt und zeigt so, was sie für ein zufriedenes Leben braucht.

Christoph Steudinger ist Ofenbauer und passionierter Jäger. In seinem Ein-Mann-Betrieb kann er seine Vorstellung von Work-Life-Balance ideal realisieren. Sein handwerkliches Geschick setzt er aber nicht nur für seinen Betrieb ein, sondern engagiert sich auch in Burundi, um die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern. Wie sein Lebensentwurf aussieht und was er tut, wenn er genug hat, erzählt er in der aktuellen Folge des Dorfspaziergangs.

Friederike Schneider ist Rangerin im Nationalpark Schwarzwald und Besitzerin eines alten Schwarzwaldhofs. Sie spricht darüber, was Arbeiten in und mit der Natur bedeutet, wie man mit einem alten Bauernhaus umgeht und welche Bedeutung Wildnis und der Nationalpark für sie haben. Dabei zeigt Schneider, was ihr in ihrem Leben wichtig und was genug ist.

Mark Mast ist gebürtiger Mitteltaler und arbeitet als Dirigent und Intendant. Seit den 90er-Jahren ist Mast der künstlerische Leiter des Schwarzwald-Musikfestivals, was den Wahl-Münchner mit seiner Heimat verbindet. Mast macht klar, warum die Baiersbronner Schwarzwaldhalle in seiner Jugend für ihn genauso bedeutsam wie die Carnegie Hall in Manhattan war und was Kultur für jeden Einzelnen bedeutet.