So manches Gefährt war ein echter Hingucker … so mancher Fahrer auch. Foto: Baiersbronn Classic

Baiersbronn Classic geht im September in die zweite Auflage. Anmeldephase Motorrad hat begonnen.

Baiersbronn - Nach der erfolgreichen Premiere im Herbst findet auch in diesem Jahr die Baiersbronn Classic, die Schwarzwald-Rallye für automobile Oldtimer bis Baujahr 1975, statt. Erneut ist dabei die historische Feier mit Motorradstart in Obertal ein Höhepunkt. Beim Ruhestein-Bergrennen 1946 traf sich trotz widrigster Umstände in Obertal alles, was Rang und Namen in der Rennszene hatte. 28 Mal schossen die Sportwagen über die Startlinie – und 112 Mal Motorräder und Beiwagenmaschinen. Dem trugen die Organisatoren der ersten Baiersbronn Classic im Herbst 2013 an historischer Stelle Rechnung: mit einem Motorradstart für Fahrzeuge bis Baujahr 1975.

Aufgrund der großen Resonanz findet am Samstagmorgen, 27. September, erneut ein Motorradstart statt – mit einem auf 46 Fahrzeuge vergrößerten Starterfeld und einer optionalen anschließenden Ausfahrt. Nennschluss ist der 31. Juli. Das Nenngeld beträgt symbolische 19,46 Euro. Nennformular und Reglement stehen unter www.baiersbronn-classic.de zum Download bereit. Anmeldungen mit Bild gehen an Richard.sturtzel@baiersbronn.de, Telefon 07442/ 84 14 30.

"Der Motorradstart war 2013 ein Projekt, das alle Erwartungen übertroffen hat. Das betrifft die Menge und Qualität der Anmeldungen wie den Zuspruch durch das Publikum gleichermaßen", resümiert Richard Sturtzel, stellvertretender Tourismusdirektor Baiersbronns. Tatsächlich waren alle Plätze ausgebucht mit Motorrädern und Beiwagenmaschinen von Baujahr 1923 bis 1974. Während auf der Originalstrecke in Obertal die historischen Automobile starteten, wurden die zwei- und dreirädrigen Schätze auf dem angrenzenden Gelände ausgiebig vom Publikum bewundert. "Das hat uns gezeigt, dass hier Potenzial vorhanden ist. Daher bauen wir diesen Programmpunkt mit unserem Partner Motorrad Classic weiter aus und können in diesem Jahr zehn weitere Startplätze sowie eine zusätzliche Motorradausfahrt anbieten", schließt Sturtzel.

1946 gewannen die schnellsten und waghalsigsten Fahrer – seither haben sich die Anforderungen jedoch geändert: Für die gesamte, während der Gleichmäßigkeitsfahrt gesperrte Ruhestein-Bergstrecke gilt die Straßenverkehrsordnung. Unter diesen Bedingungen sind drei Wertungsprüfungen zu bewältigen: Dabei müssen die Fahrer bestimmte Streckenabschnitte möglichst genau in der vorgegebenen Zeit absolvieren. Zu schnelles oder zu langsames Fahren wird mit Strafpunkten belegt. Am Schluss stehen die drei fahrerisch versiertesten und präzisesten Piloten auf dem Treppchen. Zudem werden die älteste Maschine und der älteste Fahrer ausgezeichnet.

Ab 8 Uhr stehen die Obertäler Fahrtleiter Eckhard und Walter Möhrle auf dem Parkplatz der Feuerwehr und Bergwacht in Obertal bereit für die technische Abnahme. Entspricht das Fahrzeug den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung, erhält der Teilnehmer seine Startnummer. Ebenso wie die technische Abnahme ist das Fahrerbriefing verpflichtend für alle Teilnehmer. Hier können alle wichtigen Fragen geklärt werden. Kurz nachdem das letzte der rund 100 historischen Automobile Obertal verlassen hat, fällt der Startschuss für die Motorräder. Die Startaufstellung legen die Fahrtleiter fest.

Nach Zieldurchfahrt der letzten Ruhestein-Wertungsprüfung können die Fahrer auf direktem Weg zurückkehren oder sich der kurvenreichen, 50 Kilometer langen Schwarzwaldausfahrt anschließen. Sind alle wieder vollzählig in Obertal zurück, findet die Siegerehrung statt.

Auto- und Motorradstart sowie die Siegerehrung der Motorradfahrer werden umrahmt von einem 1946er-Festival der Interessensgemeinschaft Obertal (IGO). Dafür kramen die Obertäler tief in der Klamottenkiste, kleiden sich im Stil der 1940er und schmücken den Originalschauplatz von 1946 mit historischen Maschinen und Geräten. Stärkung versprechen herzhafte Rennwürste und weitere regionale Leckereien. Live-Musik sorgt für schwungvolle Stimmung. Und die Besucher sind eingeladen, ebenfalls gewandet zu kommen und so für ein paar Stunden in eine andere Zeit hineinzuschlüpfen.

Weitere Informationen:

www.baiersbronn.de und www.baiersbronn-classic.de.