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Baiersbronn Zwei, die ohne einander nicht können

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Mundwinkel nach unten, Blazer, Kanzlerinnenraute: Marianne Schätzle in ihrer Rolle als Merkel-Double. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Mit ihrem Programm "Früher war nix to go" begeisterte die Kabarettistin Marianne Schätzle im Kulturpark Glashütte in Buhlbach. Mit Charme und Wortwitz wickelte sie die rund 110 Gäste von Beginn an um den Finger.

Baiersbronn-Obertal. Die als Kanzlerinnen-Double bekannte Kabarettistin gab auf der kleinen Bühne Vollgas und plauderte in breitem Schwäbisch über ihre Kindheit auf dem Bauernhof und das beschauliche Landleben. Gleich zu Beginn machte sie klar, dass Angela Merkel ohne sie nicht mehr kann – und ihr auch immer ähnlicher werde: "Die weiß doch zu jedem Anlass etwas zu schwätzen, obwohl sie gar kein Thema hat."

Neben der Regierungschefin ließ sie kaum ein Thema aus. Von schlechten Fernsehsendungen bis zu den Wechseljahren, von Männern bis zu Veganern: Schätzle hatte zu allem eine Meinung und ließ das Publikum, das sich köstlich amüsierte, an ihren Beobachtungen teilhaben.

Bei "Bauer sucht Frau" könne man nur mitmachen, wenn man ein Mindestmaß an IQ unterschreite, ließ sie wissen, und brach gleichzeitig eine Lanze für den Berufsstand der Bauern. Vom Bauern ging’s zur Antifaltencreme, und weiter zum Merkel-Cousin: Die Themenwechsel waren so rasant wie ihre scharfe Zunge.

"Gibt es noch Elite-Partner, und wer testet die eigentlich, und Restbestände werden dort doch gar nicht vermittelt?", fragte sie ins Publikum, um dann wieder auf den Kleidungsstil der Kanzlerin umzuschwenken. "Angela hat das kleine Schwarze nicht erfunden, das ist uns doch allen klar?", wandte sie sich an die Gäste, nickte zustimmend und hatte schon wieder die Lacher auf ihrer Seite. Auch ihre umgetexteten Lieder mit Tiefgang kamen an. Das Publikum klatschte begeistert und kam angesichts der Themenvielfalt aus dem Schmunzeln gar nicht mehr raus.

Mit Pseudonym zum Arzt

Nach der Pause ging es nahtlos weiter. Marianne Schätzle erklärte dem erstaunten Publikum allerlei persönliche Weisheiten und erworbene Fähigkeiten. "Termine bei Fachärzten: Ich mache das so, und lasse mir immer welche auf Vorrat geben, mit vier Pseudonymen", verriet sie ihre Taktik. Der Flächennutzungsplan ihres Mannes beim Einräumen der Spülmaschine rief viel Gelächter hervor, und der krönende Abschluss war ihr Auftritt als Kanzlerinnen-Double. Spätestens als das gesamte Publikum die Melodie der Nationalhymne mitsummte, war klar: Der Abend war mehr als gelungen. Im roten Blazer und mit Rautenhandhaltung drehte Marianne Schätzle nochmals richtig auf und ließ keinen Zweifel daran, dass zwischen Merkel und sie kein Blatt Papier passt. "Das Regieren lernt man schnell, ich kann alles" stellte sie fest. Seit die Kanzlerin sie als Double habe, kritisiere niemand mehr deren Äußeres.

Niveauvoll, unterhaltsam: Am Ende gab es viel Applaus für den gelungenen Abend.

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