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Baiersbronn Zeugen der Vergangenheit

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Dorothee Kühnel, Leiterin des Gemeindearchivs Baiersbronn, Marvin Bender und Martina Blaschka vom Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen (von links). Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Seine Bachelorarbeit über die Abteilungssteine im Wald, die als Kleindenkmale eingestuft werden, präsentierte Marvin Bender von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg bei einem Vortrag in Obertal.

Baiersbronn. Drei Tage war der Student im Revier Tannenfels in Mitteltal unterwegs, um die sogenannten Abteilungssteine zu erfassen und zu untersuchen, wie der künftige Schutz dieser Kleindenkmale aussehen könnte. Einige Interessierte waren ins Obertaler Gemeindehaus gekommen, um den kurzweiligen Vortrag zu hören. Auch in einer anschließenden Fragerunde wurden Informationen ausgetauscht.

Gemeindearchivarin Dorothee Kühnel begrüßte die Gäste und freute sich, neben dem Prüfer der Bachelorarbeit, Christoph Schurr von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg, auch Martina Blaschka vom Landesamt für Denkmalpflege unter den Gästen zu sehen. Unter den Augen der Fachleute präsentierte Marvin Bender die Ergebnisse seiner Untersuchungen.

"Kleindenkmäler im Wald – Eine Zustandserfassung zur Erörterung der Schutzmöglichkeiten" – unter diesem Titel zeigte Bender in einer Präsentation auf, welche Gefahren es für Kleindenkmäler und Kulturdenkmäler im Wald gibt und wie man diese Denkmäler schützen kann. Rund ein halbes Jahr hatte Bender an seiner Bachelorarbeit gefeilt, nun war die mündliche Präsentation der Abschluss seiner Arbeit.

"Ich habe in drei Tagen in Baiersbronn rund 9,5 Kilometer abgelaufen und bin dabei auf 34 Abteilungsgrenzsteine gestoßen", so Bender. Teilweise sei der Zustand dieser, teils aus Sandstein bestehenden Grenzmarkierung mit Beschriftung recht schlecht. Das sei auf viele Faktoren zurückzuführen, auch auf Bodenerosionsprozesse und den Einsatz von Maschinen. Um die Abteilungsgrenzsteine zu schützen, zeigte er verschiedene Möglichkeiten auf, eine davon könnte sein, über die Grenzsteine eine Konstruktion aus drei kurzen Holzbalken zu legen. Mit der Empfehlung, die Abteilungsgrenzsteine öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, schloss der Student seinen Vortrag und damit auch den zweiten Teil seiner Bachelorarbeit, der aus der mündlichen Präsentation bestand.

"Was kann man tun, um die Grenzsteine auch für den Tourismus interessant zu machen?", lautete eine von vielen Fragen aus den Reihen der Gäste. "Es gibt einiges zu den Grenzsteinen zu erzählen", so Bender. Er könnte sich einen Grenzsteinweg vorstellen, der interessante Geschichten in den Fokus rückt. Zudem könnten Führungen angeboten werden. Heute habe sich die Funktion der Grenzsteine fast aufgehoben, erklärte Marvin Bender. Sie zeigten zwar deutlich die Grenzen an, hätten aber nur noch eine museale Funktion.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die im Wald zu findenden Steine Zeitzeugen der Vergangenheit sind, deren großflächige Erfassung wünschenswert ist, damit der Schutz dieser Kleindenkmale gewährleistet werden kann.

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