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Baiersbronn Wenn Geschichte temporeich ins Rollen kommt

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Entlang der Startaufstellung am Originalschauplatz von 1946 in Obertal präsentieren sich die automobilen Legenden und Motorradklassiker. Foto: Christoph Schöch Foto: Schwarzwälder Bote

Auf Spuren von Helden: Wenn am Samstag, 28. September, bei der Baiersbronn Classic 2019 die Motorräder an die Startlinie rollen, ist dies mehr als der Auftakt zu einem Wettbewerb. Nicht nur die historischen Maschinen, auch die Veranstaltung selbst atmet Geschichte.

Baiersbronn. Die Zuschauer können sich wieder vom Zauber des legendären Ruhestein-Bergpreises einfangen lassen, heißt es in einer Pressemitteilung der Baiersbronn Touristik. Start der Motorräder ist um 11.30 Uhr in Obertal. Bereits um 9.30 Uhr rollen die historischen Automobile über die Startlinie zum großen Östol-Ruhestein-Bergpreis im Rahmen der abschließenden Schwarzwald-Runde. Der Zweite Weltkrieg war erst wenige Monate vorbei, als am 21. Juli 1946 über 100 Fahrer mit ihren Rennwagen und Motorrädern in Baiersbronn zum legendären Ruhestein-Bergrennen über die nahezu unberechenbare Bergstraße antraten.

Es war das erste Motorsport-Ereignis der Nachkriegszeit, die Teams gingen mit viel Improvisationsvermögen ins Rennen. Rund 30 000 Zuschauer waren auf teils abenteuerlichen Wegen zum Schauplatz in Obertal gekommen.

Über 60 Motorräder und Gespanne am Start

Heute geht es rund um den Ruhestein-Bergpreis um einiges komfortabler zu. Der besondere Geist ist laut Baiersbronn Touristik aber erhalten geblieben. In der dreitägigen Baiersbronn Classic bildet das Motorrad-Fahrerlager im Ortszentrum Obertals den Mittelpunkt des Samstags.

Über 60 Motorräder und Gespanne treten am 28. September an. Zugelassen sind Maschinen bis Baujahr 1975. Das älteste Motorrad ist ein Terrot HS von 1926. Dazu kommen Legenden wie eine Moto Guzzi Falcone von 1965, eine Nimbus Sport von 1946 und das zweitälteste teilnehmende Motorrad, eine BMW R 47 von 1928. Während im Startbereich von den örtlichen Vereinen Speisen und Getränke im Anno-dazumal-Stil angeboten werden, liegen rund um das Obertaler Feuerwehrhaus Motoren-Geknatter und der Geruch von Zweitaker-Gemisch in der Luft. Zwar geht es bei dem Ruhestein-Bergpreis heute nicht mehr um Geschwindigkeit, doch der Wettkampf bleibt. Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung auf der Bergstrecke geht es um Präzision. An drei Prüfungsstellen müssen die Fahrer exakte Zeitgenauigkeit beweisen. Lichtschranken messen das Ergebnis. Den Fahrern selbst stehen hingegen nur mechanische Uhren zur Messung zur Verfügung. Ab 11.30 Uhr gehen die Motorräder im 30-Sekunden-Takt über die Startlinie auf die an diesem Tag von 8 bis 13 Uhr für den allgemeinen Verkehr gesperrte Ruhesteinstraße zwischen Obertal und Ruhestein.

Doch schon davor präsentiert sich den Zuschauern ein besonderes Spektakel: Ab 8 Uhr kommen alle Rallye-Teilnehmer – Motorräder wie Autos – zur Aufstellung am historischen Startpunkt des Ruhestein Bergpreises in Obertal zusammen. Alle Fahrzeuge werden ausführlich präsentiert und können besichtigt werden.

Um 9.30 Uhr fällt der Startschuss für die historischen Automobile. Um 11.30 Uhr starten die Motorräder schließlich zum Wettbewerb. Gegen 13 Uhr kehren die Motorräder zurück. Zieleinlauf ist diesmal wieder der Rosenplatz in Baiersbronn. Um 14 Uhr findet hier die Siegerehrung für Motorräder statt, gegen 15 Uhr werden die ersten Automobile am Rosenplatz zurückerwartet.

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