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Baiersbronn Von wegen Amateurtheater

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Herr Hoppenstedt ist wohl doch nicht so überzeugt von der "Ausbildung" seiner Gattin. Foto: Mießler Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gabriele Mießler Baiersbronn-Buhlbach. Zum Auftakt seiner kulturellen Veranstaltungssaison hatte der Förderverein des Kulturparks Glashütte Buhlbach zu einem vergnüglichen Abend geladen. Mit "Erinnerungen an Loriot" stellten die Darsteller der Neuen Studiobühne ihr Können mit Bravour unter Beweis.Sowohl die Premiere als auch die kurzfristig angesetzte Darbietung der 14 ausgewählten Sketche des unvergesslichen Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot am Sonntag waren ausverkauft.

Das Team um Dora-Luise Klumpp, Vorsitzende des Fördervereins Glashütte Buhlbach, verknüpfte an diesem Abend geschickt Geschichte und Unterhaltung. Schon auf dem Weg zum Turbinenhaus konnten sich die Gäste im informativ angelegten Außengelände in die Welt der Glasmacher mitnehmen lassen. Eine Stunde vor Beginn der Aufführung von "Erinnerungen an Loriot" gab es eine Führung durch das Museum im Turbinenhaus. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: In einem großen beheizten und gemütlich eingerichteten Zelt wurden von historisch anmutend gekleideten Damen in der Vorstellungspause Getränke und "schwäbisches Fingerfood" gereicht.

Für den Ohrenschmaus sorgte die Sopranistin Heike Stoll-Dieterle, ihr Sohn Martin Dieterle begleitete ihre raumfüllende Stimme am E-Piano. Nach zahlreichen größeren und sehr erfolgreichen Freilichttheaterprojekten stellt sich die Schauspieltruppe der Neuen Studiobühne mit der Darbietung von Loriots Sketchen einer besonderen Herausforderung. Konnten sich die Darsteller bei Aufführungen wie zum Beispiel dem "Jedermann" vergangenen Sommer in Klosterreichenbach ganz auf eine Rolle konzentrieren, hieß es nun den schnellen Wechsel in verschiedenste Figuren zu meistern. "Auch beim Spiel ernst zu bleiben, ist eine sehr große Herausforderung", erklärt Christel Günther. Sie überzeugt unter anderem als Schülerin Doktor Liliencron im Loriot-Klassiker "Die Jodelschule" ebenso wie ihre Schauspielkkollegen dermaßen, dass man das Wort Amateurtheater fast nicht mehr benutzen mag.

Grundthema der zeitlosen Sketche Loriots sind hauptsächlich zwischenmenschliche Kommunikationsverirrungen. Musterhaft ist da die "Garderobe", hier sprechen Ehefrau und Ehemann beim Ankleiden perfekt aneinander vorbei. Nachdem sie doch merkt, dass er keine Hilfe bei der Auswahl des richtigen Kleides ist, kommt sie zu dem Schluss: "Ich kann mit dir über alles Mögliche sprechen. Über Atomkraft und Nationalpark – aber über nichts Wichtiges." Nicht nur hier holt die Regie die Sketche ein wenig in das Jetzt und Hier. Die Reporterin in der "Jodelschule" ist vom Freien Radio Freudenstadt, und in "Silvester" kommt ein Flachbildschirm vor. Sorge um eine verknotete Zunge konnte das Publikum bei der "Inhaltsangabe" bekommen. Ursula Koelblin als Ansagerin kämpft bei der Zusammenfassung des Handlungsablaufs einiger Folgen eines englischen Fernsehkrimis verzweifelt mit britischen Doppelnamen und dem "th" und hält mit einmaliger Mimik durch. Das Publikum quittierte diese Leistung mit Bravo-Rufen.

Nach der Pause konnten sich die gestärkten Gäste bei einem weiteren Loriot-Klassiker erneut die Lachmuskeln lockern lassen. "Herren im Bad" in wunderbarer Umsetzung machte den Anfang des zweiten Teils eines wahrlich vergnüglichen Abends.

 
 

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