Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Baiersbronn Verwaltung arbeitet an Optimierung

Von
Fassten die Ergebnisse des Workshops zusammen (von links): Thomas Kuntosch, Bengt Krauß, Lars Heyne und Bürgermeister Michael Ruf. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Mit den Baugenehmigungen lief es in der Vergangenheit nicht immer rund, nun hat die Gemeindeverwaltung den Wechsel von Corinna Brede zur neuen Sachgebietsleiterin Bauverwaltung zum Anlass genommen, das Verfahren und den Umgang mit den Bürgern auf den Prüfstand zu stellen.

Baiersbronn. Mit einem Workshop unter dem Titel "Bearbeitungsqualität von Genehmigungsverfahren verbessern und gleichzeitig Mitarbeiter entlasten" waren die Experten Bengt Krauß und Lars Heyne von der Beratungsfirma ILTIS GmbH aus Rottenburg ins Bauamt gekommen, um entsprechende Lösungen zu erarbeiten.

"Bisher wurde streng nach dem Organigramm vorgegangen, es gab kein Rechts und kein Links, und der Einzelfall wurde nicht beachtet", so Bürgermeister Michael Ruf. Mit dem Workshop wolle man das "Produkt" Baugenehmigung durchleuchten und Antworten auf die Frage finden, wo und wie etwas optimiert werden kann.

Ärger bekommt auch der Bürgermeister ab

Ruf räumt ein, dass er häufig den Unmut verärgerter Bauherren zu spüren bekam. Dies soll in Zukunft anders werden. "Das Bauamt muss als Dienstleistungsbehörde wahrgenommen werden und auch so agieren. Der Wandel muss prozessorientiert sein, und dazu muss man verstehen, wie alles verzahnt ist", erklärt Experte Bengt Krauß, dessen Spezialgebiet Veränderungsprojekte und Aufbruchssituationen sind. Die Berater haben bereits Gespräche mit den Mitarbeitern geführt und anhand von konkreten Beispielen Optimierungsvorschläge erarbeitet.

Wie so etwas aussieht, erklärte Lars Heyne an einem Beispiel. "Bisher wurde die hausinterne Akte in einem Umlaufverfahren von Schreibtisch zu Schreibtisch gegeben, man kam nicht miteinander ins Gespräch und konnte keine Meinungen austauschen. Wir haben nun vorgeschlagen, in Form einer Bauvorhabenkonferenz die Kommunikation zu einem frühen Zeitpunkt zu verbessern, sodass alle gemeinsam auf die Akte schauen." Auch Bauamtleiter Thomas Kuntosch ist eine gute interne und vor allem externe Kommunikation wichtig. "Wir werden erst mal bei den Antragstellern anrufen und nicht gleich Briefe mit Ablehnungen schreiben. Es geht darum, auf die Leute zuzugehen und auch darum, ihnen Alternativen aufzuzeigen." Einfach zu sagen, es gehe nicht, das passe nicht zu einer Dienstleistungsbehörde.

Gleichzeitig erhofft sich die Gemeindeverwaltung von den neuen Wegen eine Arbeitsentlastung: Es muss nicht alles beim Amtsleiter und am Ende beim Bürgermeister landen.

Lars Heyne, der seit zehn Jahren in der Organisationsberatung für öffentliche Verwaltungen tätig ist, spricht von einer Bauherrenberatung, die von den Mitarbeitern des Bauamts vorgenommen werden soll. Hier könnten dann Kapazitäten freigespielt werden.

Dies bringe auch zeitliche Verbesserungen. Den Workshop beschrieben beide Berater als sehr konkret. Konflikte seien offen angesprochen worden, und es habe gute Gespräche gegeben. Am Ende standen mögliche Lösungen, die deutliche Verbesserungen für Mitarbeiter und Bauwillige bringen sollen.

"Ich hoffe, dass ich in Zukunft nur noch wenig in Baukonflikte involviert sein werde", so Ruf. Man werde immer versuchen, Lösungen zu finden, sei aber selbstverständlich an das geltende Baurecht und die Vorschriften gebunden.

Thomas Kuntosch formuliert das Ziel so: "Der Bürgermeister und die Bürger müssen zufrieden sein, und auch das Innenverhältnis Bauamt muss passen, wir müssen mit einer Meinung auftreten, um den Antragsteller nicht noch zu verunsichern."

"In der Tat kommt es oft auch zu Verzögerungen, weil die Unterlagen nicht vollständig sind", so Thomas Kuntosch. Hier will die Baurechtsbehörde einen Flyer erarbeiten, in dem die Bürger informiert werden, welche Unterlagen für einen reibungslosen Genehmigungsverlauf einzureichen sind.

Artikel bewerten
0
loading
 
 

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading