Vollbeladen bis unters Dach traten die beiden Lastwagen ihren Weg nach Rumänien an, um Hilfsgüter zu liefern. Foto: Gruppe "Christen helfen in Rumänien" Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Baiersbronner Gruppe "Christen helfen in Rumänien" organisiert Transport mit Lastwagen

Zwar konnte die Baiersbronner Gruppe "Christen helfen in Rumänien" in diesem Winter nicht selbst nach Rumänien fahren. Eine Hilfsaktion gab es aber trotzdem: Die Gruppe brachte zwei Sattelzüge auf den Weg, die sie von einer befreundeten Hilfsorganisation zur Verfügung gestellt bekam.

Baiersbronn. Die Baiersbronner Gruppe "Christen helfen in Rumänien" hatte auch im vergangenen Winter eine Hilfsfahrt in einige von Armut geprägte Gebiete Rumäniens geplant, um dort Lebensmittel und Hilfsgüter zu verteilen. Doch wegen der Corona-Pandemie musste umgedacht werden.

Die Helfer, die im telefonischen Kontakt mit den Vertrauensleuten vor Ort stehen, erfuhren, dass sich die Pandemie auch in vielen Regionen Rumäniens verbreitete. Oftmals brachten Arbeiter das Virus aus dem Ausland oder aus den größeren Städten in die entlegenen Orte der Karpaten. So war eine Fahrt dorthin auch in der Zeit nicht möglich, als die Lage in Deutschland vorübergehend entspannter war. Als zum Herbst hin die Infektionsrate wieder stieg, war klar, dass eine Reise in der bisher üblichen Form ausgeschlossen war, heißt es weiter in einer Mitteilung der Gruppe. Trotzdem sei es der Gruppe wichtig, die notleidenden Menschen gerade jetzt nicht im Stich zu lassen.

So war beschlossen worden, einen Hilfstransport per Lastwagen zu organisieren. In Zusammenarbeit mit einer befreundeten Hilfsorganisation wurden im Winter dann sogar zwei Sattelzüge mit Hilfsgütern auf den Weg gebracht. Der erste Lastwagen brachte Hilfe in die Stadt Siret im Nordosten des Landes, wo zu einer Kirchengemeinde seit Jahren freundschaftliche Kontakte bestehen. Die Verteilung sei gut vorbereitet gewesen und so hätten die Lebensmittel und weitere Hilfsgüter wie geplant verteilt werden können.

Ein zweiter Lastwagen brachte Hilfsgüter in die Stadt Comanesti – Lebensmittel für die Ärmsten der Stadt und der Umgebung. Außerdem wurden mit diesem Transport dem örtlichen Krankenhaus Lebensmittel und medizinische Hilfsmittel und Geräte überbracht, ebenso Rollstühle und Gehhilfen.

Der Bürgermeister, das Sozialamt und die Krankenhausverwaltung zeigten sich laut dem Bericht der Gruppe für die Hilfsgüter dankbar. Zusammen mit den Hilfsgütern wurden sowohl in Siret wie auch in Comanesti christliche Kalender übergeben. Diese gingen auch an Patienten im Krankenhaus.

Auch aus Poienile de sub Munte, einem der Hauptziele der Hilfstransporte der vergangen Jahre, kam die Bitte um Unterstützung von den örtlichen Helfern. Dort erstellten die Vertrauensleute Listen mit besonders armen Menschen.

Durch die finanzielle Unterstützung der Gruppe konnte der dortige Organisator Lebensmittel im Großmarkt besorgen, die dann zu den bedürftigen Menschen im Hauptort und zu vielen abgelegenen Häusern gebracht wurden, berichtet die Gruppe weiter. Aus allen Orten, in denen Hilfe geleistet werden konnte, seien positive Rückmeldungen gekommen. Die Menschen hätten dafür gedankt, dass sie in dieser besonders schwierigen Zeit nicht vergessen worden waren.

Ob in diesem Jahr persönliche Besuche in diesen Regionen möglich sein können, bleibe abzuwarten, so die Gruppe. Sicher sei jedoch, dass Hilfe dort nach wie vor notwendig und willkommen ist. Die Hilfstransporte der Baiersbronner Gruppe "Christen helfen in Rumänien" werden durch Spenden finanziert. Dankbar sei die Gruppe, dass auch in der derzeitigen Lage die Spendenbereitschaft groß gewesen sei.

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