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Baiersbronn Umstellung auf Müllsäcke gestoppt

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Statt Tonnen soll der Müll in Säcken entsorgt werden - die Idee fanden die Anwohner überhaupt nicht gut. Foto: Weißbrod

Baiersbronn-Klosterreichenbach - Sie sahen schon das Ungeziefer krabbeln und sich selbst schwere Müllsäcke schleppen - die Anwohner des Ackerwegs im Ortsteil Reichenbacher Höfe. Der Grund: In Zukunft sollte dort von Mülltonnen auf Säcke umgestellt werden. Wie sie nach Beschwerden doch eine andere Lösung finden konnten und wie diese aussieht, erfahren Sie in unserem (SB+)Artikel.

Im Grunde stecken alle Partein in einer Zwickmühle, die Anwohner ebenso wie die Gemeinde. Bisher hatten die betroffenen Anwohner die Möglichkeit, ihre Mülltonnen auf einem privaten Parkplatz am Reichenbacher Weg zum Abholen bereitzustellen. Doch dieser Parkplatz muss laut eines Schreibens der Gemeinde in Zukunft immer freigehalten werden. Grund ist ein Besitzerwechsel. Dafür, dass der neue Eigentümer sein Grundstück nicht mehr für die Tonnen bereitstellen will, haben die Anwohner auch Verständnis, wie sie in einem Brief an die Gemeinde schreiben. "Daraus aber die Umstellung von Mülltonnen auf Müllsäcke herzuleiten, ist uns unverständlich", heißt es weiter.

Anwohner sehen Vielzahl an Problemen

Die Gemeinde hat nun eine neue Sammelstelle ausgewiesen. Eine Wiesenfläche, an der der Ackerweg in den Reichenbacher Weg mündet. Diese sei allerdings weder eingeebnet noch befestigt, heißt es in dem Schreiben der Gemeinde an die Anwohner. Daher eigne sich diese Sammelstelle nicht, um darauf Mülltonnen abzustellen.

Die Anwohner sehen in der geplanten Umstellung eine Vielzahl an Problemen. So sorgt sich eine ältere Frau im Gespräch mit unserer Zeitung, dass für sie die Müll­säcke kaum zu tragen seien. Die Tonnen seien dagegen durch die Räder gut bewegbar. Als weiteres Argument führen die Anwohner in ihrem Brief auf, dass der Restmüll nur alle vier Wochen und der Bio-Müll alle zwei Wochen abgeholt wird. "Die Lagerung des Mülls über so einen langen Zeitraum zieht unweigerlich Ungeziefer und größere Tiere aus dem naheliegenden Wald an", schreiben sie. "Eine solche Umstellung ist weder ökologisch noch nachhaltig und damit auch nicht zeitgemäß", heißt es weiter.

Dass es im Vorfeld keinerlei Rücksprache mit ihnen gegeben habe, sei für sie "befremdlich", kritisieren die Anwohner. Grund für dieses Vorgehen sind laut Ordnungsamtsleiter Marko Burkhardt "zeitliche Zwänge". "Man musste relativ schnell eine Lösung finden. Es gab keine Zeit, um Diskussionen zu führen", sagt er. Dass diese nun nicht die Wunschlösung der Anwohner ist, sei ihm bewusst. Doch das Gespräch mit den Anwohnern wolle die Gemeinde keinesfalls verweigern. Man sei "bereit zu reden".

Vorschlag wird testweise umgesetzt

Es sei ohne großen Aufwand möglich, die neue Sammelstelle mittels eines kleinen Baggers eben zu ziehen, schlagen die Anwohner in ihrem Brief vor, um doch noch einen Platz für ihre Tonnen zu haben. Doch Burkhardt unterstreicht: Es gebe keine "gute Alternative", ohne das Gelände entsprechend zu bearbeiten. "Die Gemeinde sieht sich nicht in der Verpflichtung, Geld in die Hand zu nehmen." Auch sei er sich nicht sicher, ob der Aufwand wirklich so gering wäre.

Und hier könnte der zweite Vorschlag, der im Brief der Anwohner genannt wird, ins Spiel kommen. Sie hatten darauf hingewiesen, dass im Reichenbacher Weg genügend Platz entlang der Straße bestehe, um mehrere Tonnen abstellen zu können. Dabei wäre Geld dann auch kein Faktor. Das weiß auch der Ordnungsamtsleiter.

Und inzwischen gab es dazu auch einen Vorort-Termin im Reichenbacher Weg. Und siehe da: Die Gemeinde will "diesen Vorschlag bei der nächsten Abfuhr testweise umsetzen". Vielleicht gibt es also doch noch eine gute Alternative. Nun können die Anwohner, die per Post informiert werden sollen, wieder hoffen, ihre Tonnen doch noch behalten zu können.

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