Freuen sich über den gelungenen Abschluss des Beschilderungskonzepts im Mutterort Baiersbronn (von links): Tourismusdirektor Patrick Schreib, Veranstaltungsleiterin Laura Klumpp und Heiko Klumpp. Foto: Braun

Das Beschilderungskonzept in der Gemeinde Baiersbronn ist nun komplett umgesetzt. Im Mutterort wurden die letzten Hinweisschilder aufgestellt. Das Projekt wird aber noch weitergeführt.

Baiersbronn - Tourismusdirektor Patrick Schreib und Heiko Klumpp von der Baiersbronn Touristik freuen sich über die gelungene Umsetzung, auch wenn diese in der Gesamtgemeinde einige Jahre gedauert hat. Idee und Planungen stammen aus dem Standortmarketing-Prozess Baiersbronn 2020. Auch das Beschilderungskonzept wurde in einem Workshop mit Bürgern erstmals vorgeschlagen.

"Nun haben wir schon das Jahr 2021, aber wir sind froh, dass wir ein gutes und übersichtliches Ergebnis bekommen haben, das in das Gesamtkonzept der Gemeinde passt", sagt Patrick Schreib. Die ersten Schilderbäume wurden bereits im Jahr 2016 in Obertal und Schönmünz­ach aufgestellt.

Die verschiedenen Farben der Schilder zeigen an, um was es jeweils geht. Blau hinterlegt sind die öffentlichen Einrichtungen und Gebäude, orange die Freizeiteinrichtungen der Gemeinde, grün die Hotel- und Gastronomiebetriebe, die Farbe Grau zeigt den Einzelhandel und die Gewerbebetriebe an.

"So ein Projekt braucht eben Zeit und lebt natürlich von der Beteiligung der Betriebe und Bürger in der Gemeinde", sagt Heiko Klumpp. Die Vorarbeit und ersten Planungen hatte Laura Klumpp, Veranstaltungsleiterin bei der Baiersbronn Touristik, geleistet, bevor sie das Projekt an ihren Kollegen Heiko Klumpp übergab.

"Die Beschilderung der einzelnen Ziele und Einrichtungen soll Teil der Gesamtorientierung sein und den Bürgern und Gästen zeigen, was es alles in Baiersbronn gibt", sagt Laura Klumpp. Aus den Teilorten, in denen die Schilder schön länger stehen, habe es bereits positive Rückmeldungen gegeben. "Die Beschilderungsqualität, die wir im Baiersbronner Wanderhimmel haben, ist nun auch in den Ortskernen vorhanden. Beides ist miteinander verzahnt", sagt Patrick Schreib. Die innerörtliche Beschilderung sei ein Teil der Kommunikation auf verschiedenen Ebenen.

Immer wieder soll aktualisiert werden

"Alle Orte können natürlich digital über die Baiersbronn-App abgerufen werden, aber die Schilder sind dabei vielleicht auch eine Anregung, Orte aufzusuchen, die man sonst nicht so auf dem Plan hatte", sagt Schreib. Langfristig sei es das Ziel, nur noch die einheitliche Beschilderung in Baiersbronn zu haben. Es sei wünschenswert, dass jeder sich beteiligt und die privaten Schilder nach und nach verschwinden. "Das geht aber nur freiwillig, denn private Schilder können nicht einfach von uns entfernt werden", sagt Heiko Klumpp. "Jeder, der sein Hinweisschild platzieren möchte, kann sich melden. Denn es ist vorgesehen, dass die Beschilderung immer wieder aktualisiert wird", sagt Klumpp. Für fünf Jahre könne dann gegen eine Gebühr die Werbung platziert werden, darin enthalten sind auch die Instandhaltung der Schilderbäume und die Pflege.

Im Mutterort Baiersbronn stehen an 20 Standorten die Hinweistafeln. Teilweise gibt es an einzelnen zentralen Punkten die Möglichkeit, Plakate oder Flyer anzubringen. "Manche Schilderbäume haben eine schwarze Tafel, dort kann jeder kleine Plakate oder zum Beispiel die Suchmeldung wegen einer entlaufenen Katze anbringen, ähnlich wie bei den früheren Plakatständern, die aufgrund ihrer Überalterung entfernt wurden", erklärt Klumpp.

Auf die Frage, warum es so lange gedauert hat, das Projekt umzusetzen, hat Schreib eine klare Antwort. "So eine Beschilderung bedeutet nicht einfach nur Holzpfosten einschlagen und Schilder aufhängen, die Planung und Konzeption ist ein umfassender Prozess, der einfach Zeit braucht." Alle Standorte wurden in den einzelnen Ortsgremien beraten. Dann gab es Ortsrundgänge mit den Gemeindewerken, die richtige Position der Pfeiler und vieles mehr musste genau festgelegt werden. "Sehr erfreulich ist die gute Resonanz der Gewerbetreibenden. Wir freuen uns, dass sich so viele an dem einheitlichen Konzept beteiligt haben", sagt Laura Klumpp. Das sei ein erster Schritt, um den Schilderwald aus einzelnen Werbetafeln einzudämmen und dem Ortsbild ein ansprechendes Gesicht zu geben.

"Es soll ein Leitfaden durch den Ort sein. Die Schilder können von allen gelesen werden, auch von den Autofahrern, die zum Beispiel an der Ampel halten müssen", erklärt Patrick Schreib zur Größe der Schilder.

Das Projekt werde noch weitergeführt, eine noch bessere digitale Vernetzung sei geplant. "Alles soll zentral und digital sein, dafür ist die intelligente Verknüpfung von analogen Schildern sehr wichtig", sagt Schreib.

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