Die Schauspieler der Neuen Studiobühne proben für das Stück "Antonia – vergessen und vergessen werden". Fotos Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

Freilichttheater: Aufführungen im Juli und August vor dem Museum / Akteure feilen an letzten Feinheiten

Die Neue Studiobühne kehrt zurück zu ihren Ursprüngen und wird ihr Sommertheater-Stück "Antonia – vergessen und vergessen werden" wieder auf dem Platz vor dem Baiersbronner Hauff-Museum präsentieren.

Baiersbronn. Für Regisseur Rob Dornboos ist es das zweite Stück, das er mit der Schauspieltruppe einstudiert hat, diesmal eine leichte Tragödie, die speziell für die Baiersbronner Aufführung von der jungen Autorin Friederike Wingerter umgeschrieben wurde.

Seit Oktober wird für das Stück bereits fleißig geprobt. Die Schauspieler und die zahlreichen Helfer wollen wieder für gute Unterhaltung sorgen. "Innerhalb des Ensembles hat eine Verjüngung stattgefunden, einige haben noch nie auf der Bühne gestanden, andere haben aber schon viel Erfahrung", erklärt Regisseur Rob Dornboos.

Museumsplatz passt gut zum Stück

Aktuell feilt das Team an den letzten Feinheiten. Ebenso wie der bisherige Spielort, der Klosterhof in Klosterreichenbach, ist auch der Museumsplatz eine ansprechende Kulisse. Er passt auch gut zum aktuellen Stück. "Das Stück spielt auf einem Dorfplatz, da lag es nahe, auch einen solchen als Spielort zu wählen, dabei wird wieder die Beleuchtung ein tragendes Element sein, und sogar der vorhandene Brunnen wird inte-griert", verrät der Regisseur. Mit ihrem neuen Stück "Antonia – vergessen und vergessen werden" wagen sich die Amateurschauspieler an einen ernsten Inhalt heran: Antonia, deren Bruder unter Drogeneinfluss Selbstmord begeht, sucht nach Verständnis und Mitgefühl für ihn. Die Dorfbewohner wollen den Selbstmord nicht verstehen, dies führt zu Spannungen, und die Ignoranz der Dorfgemeinschaft zu allerlei Konflikten. "Die besonderen Herausforderungen liegen in diesem Jahr in den langen Textpassagen", so Dornboos. Es werde sowohl Hochdeutsch als auch Schwäbisch gesprochen. Weiterhin nutzt der Regisseur Elemente des griechischen Theaters, moderne Poetry Slams schlagen eine Brücke in die heutige Zeit.

Der Baiersbronner Magnus Reichel hat eine eigene Musik für das Stück komponiert. Live auf der Bühne gespielte Klavier- und Flötenstücke werden für hörenswerte Abwechslung sorgen, verspricht Dornboos.

"Es läuft alles sehr gut. Und nun werden die Feinheiten auf der großen Bühne geprobt", so Otto Gaiser, Vorsitzender der Neuen Studiobühne. Insgesamt 14 Schauspieler wollen für erstklassige Freilichtunterhaltung sorgen, aber auch die Helfer hinter der Bühne sind wie in den vergangenen Jahren mit viel Engagement und Herzblut bei der Sache.

Viel Arbeit stecke in den Vorbereitungen, gerade in der Endphase hätten alle sehr viel zu tun, erzählt Gaiser. Die Aufgaben reichen vom Bühnenaufbau bis zu den Kulissen.

Die Premiere ist am Freitag, 21. Juli, ab 20.30 Uhr. Weitere Termine sind am 22., 23., 28., 29. und 30. Juli sowie am 4., 5. und 6. August. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr, sonntags um 20 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.neue-studiobuehne.de.

Tickets: gibt es in den Geschäftsstellen der Schwarzwälder Bote Medienvermarktung in Albstadt-Ebingen, Balingen, Calw, Freudenstadt, Hechingen, Horb, Nagold, Oberndorf, Rottweil, Schramberg, St. Georgen und VS-Villingen. Die Ticket-Hotline ist unter 07423/787 90 zu erreichen, Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr, Samstag von 8 bis 12 Uhr. Online sind Tickets unter www.schwabo.de/tickets erhältlich.