Hannes Bareiss (links) und Timm Kern tauschten sich online über die Lage in Hotellerie und Gastronomie aus.Foto: FDP Foto: Schwarzwälder Bote

Hotellerie: Bareiss fordert im Gespräch mit Kern auch verlässliche Öffnungsperspektive

Baiersbronn-Mitteltal. "Im Herbst hatten wir chaotische Zustände durch sinnlose Maßnahmen wie das Beherbergungsverbot oder viel zu spät veröffentlichte Corona-Verordnungen. Aus diesen Fehlern müssen Bundes- und Landesregierung lernen. Deshalb braucht es eine verlässliche Öffnungsperspektive, die für die Menschen und Betriebe nachvollziehbar ist." Mit diesen Worten formulierte Hannes Bareiss vom gleichnamigen Hotel in Mitteltal laut einer Pressemitteilung von Timm Kern im Gespräch mit dem FDP-Landtagsabgeordneten seine Erwartungen an die Entscheidungsträger.

In einer Videokonferenz sprachen sie darüber, wie ein vernünftiger Weg aus der Pandemie gelingen kann. Dabei betonte Bareiss, dass der Staat seine Hausaufgaben erledigen müsse und die Impfprobleme beendet werden müssten. Ebenso sei es dringend geboten, statt pauschal zu schließen künftig viel stärker zwischen Bereichen zu differenzieren.

Mit Blick auf Hilfsprogramme kritisierte er die fehlende praktische Wertschätzung. "Es ist nicht damit getan, große Ankündigungen zu machen und es anschließend zu versäumen, dass Hilfsprogramme rasch und unbürokratisch genutzt werden können", wird Bareiss in der Mitteilung Kerns zitiert. Im Hotel Bareiss seien 300 Menschen beschäftigt. "Die Branche beschäftigt 2,4 Millionen Menschen und erwirtschaftet in Deutschland einen Umsatz von 94 Milliarden Euro. Wir tragen Verantwortung, dass diese Menschen auch in Zukunft einen Arbeitsplatz haben und tolle Tourismus-, Kultur- sowie Begegnungsangebote schaffen", so Bareiss.

Aus Sicht des Landtagsabgeordneten sind bereits jetzt Öffnungen für Bildungseinrichtungen, Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, aber auch den Amateursport unter striktem Einsatz von FFP2-Schutzmasken möglich. "Im Kreis Freudenstadt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 30 Neuinfektionen. Die gerichtliche Aufhebung der Ausgangssperre zeigt, dass bei niedrigen Inzidenzzahlen solch gravierende Grundrechtseingriffe nicht mehr verhältnismäßig sind."

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