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Baiersbronn Sprache als Schlüssel zur Teilhabe

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Die Moderatoren Thomas Pfohl und Danijel Paric (von links) mit den Teilnehmern des Workshops. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Die Integration der Flüchtlinge ist in der Gemeinde Baiersbronn ein großes Anliegen. Wie die Eingliederung gelingen kann, darüber machten sich ehrenamtliche Helfer bei einem Workshop Gedanken.

Baiersbronn. Der Einladung zum zweiten Teil des Workshops "Vom Flüchtling zum Neubürger – Integration gemeinsam gestalten" waren rund 20 Teilnehmer gefolgt, die zum Teil bereits in der Flüchtlingshilfe engagiert sind.

Das Moderatoren-Duo Thomas Pfohl und Danijel Paric leitete bereits zum fünften Mal einen Workshop mit Bürgerbeteiligung in Baiersbronn und führte durch den Abend. "Schön, dass wir hier so eine aktive Gemeinde haben", meinte Pfohl. Bevor es in den Arbeitsmodus überging, trugen die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Baiersbronn, Nanette Popp, und Integrationsmanager Jan Münzberg eine Zusammenfassung des ersten Teils des Workshops vor zwei Wochen vor. "Wir möchten heute auf der Grundlage der bereits erarbeiteten Schwerpunktthemen gemeinsam Ideen sammeln und eine Arbeitsgrundlage für die Integrationsbeauftragten schaffen", so Popp. Ziel sei es, ein neues Integrationskonzept für die Gemeinde zu erarbeiten.

Konzeptarbeit ist hart, das bekamen dann auch die Teilnehmer zu spüren, die zu den Schlagworten Sprache, Wohnen und kulturelle Akzeptanz in Gruppen aufgeteilt wurden. An drei Tischen wurde intensiv diskutiert, die Teilnehmer formulierten Ziele und tauschten Erfahrungen aus der Praxis aus.

Anschließend ging es um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten und deren mögliche positive und negative Nebenerscheinungen. Konzentriert wurde an den einzelnen Tischen gearbeitet, bevor nach rund zwei Stunden die Präsentationsrunde der einzelnen Gruppen begann. Die Gruppensprecher stellten die Ergebnisse vor.

Hauptziel der Gruppe, die sich mit dem Wohnen befasste, war, bezahlbaren Wohnraum für die Flüchtlinge zu finden. Hier könnten Wohnungslisten und Infoseminare helfen, wurde betont.

Interkulturelles Spielefest und eine Schreibwerkstatt vorgeschlagen

"Wichtig ist, dass man mit dem Thema mehr an die Öffentlichkeit geht und durch Aufklärung auch die Hemmschwelle senkt", meinte ein Teilnehmer. Gute Öffentlichkeitsarbeit und ein Integrationsplan könnten den Flüchtlingen bei der oft schwierigen Wohnungssuche helfen. Die Mitwirkenden in der Gruppe "Sprache" waren sich einig, dass es das Ziel für alle in Deutschland lebenden Ausländer sein müsse, ein alltagstaugliches Sprachniveau zu erreichen. Nur über die Sprache könne langfristig eine gute Integration gelingen und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Ein interkulturelles Spielefest und eine Schreibwerkstatt könnten dazu beitragen, die deutsche Sprache auch über Spielangebote zu erlernen und gleichzeitig soziale Kontakte knüpfen.

Wichtig sei dabei die Motivation zum Erlernen der Sprache und die Erkenntnis, dass durch die Kommunikation mehr Lebensqualität erlangt werden kann. Die kulturelle Akzeptanz müsse von beiden Seiten kommen, um am Ende ein gemeinsames gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen, so die Kernaussage der Gruppe. Gegenseitige Toleranz und die Bereitschaft, die fremde Kultur als Bereicherung zu erkennen, sei dabei immens wichtig, betonten die Gruppensprecher. Durch Aufklärung und Aktivitäten könnten die Ziele erreicht werden.

Die mit zahlreichen Zetteln gespickten großen Präsentationstafeln machten es deutlich: Es wurde viel diskutiert, Erfahrungen wurden ausgetauscht, kritische Themen angesprochen und am Ende Lösungen aufgezeigt, die eine gute Integration möglich machen sollen.

Nanette Popp dankte allen Teilnehmern für ihr Engagement und sprach von "guten Ergebnissen von klugen Köpfen", die die Integrationsarbeit in der Gemeinde vorantreiben könnten. "Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge in meinen Mutterschutz", verabschiedete sich Popp.

Der Workshop wurde aus den Landesmitteln der Allianz für Bürgerbeteiligung, konkret aus dem Förderprogramm "Gut beraten" finanziert, teilte Danijel Paric mit.

 
 

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