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Baiersbronn Seidtenhof macht den Anfang

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Der Seidtenhof mit seinem Kellerhaus steht im Mittelpunkt des ersten Vortrags der Reihe "Baiersbronner Geschichte(n)". Der Hof gehört zu den ältesten Hofanlagen im Murgtal. Archiv-Foto: Michel Foto: Schwarzwälder Bote

Die Vortragsreihe "Baiersbronner Geschichte(n)" des Heimat- und Kulturvereins in Baiersbronn steht wieder an. Fünf Vorträge, die alle im Zusammenhang mit Baiersbronn stehen, erwarten die Zuhörer.

Baiersbronn. Der Seidtenhof mit seinem Kellerhaus steht im Mittelpunkt des ersten Vortrags am Mittwoch, 18. September. Ab 19 Uhr kann das Kellerhaus auf dem Seidtenhof besichtigt werden, und ab 20 Uhr berichtet der Zimmermann und Restaurator Stefan Seidt aus Alpirsbach in der Gaststube des Seidtenhofs über seine Forschungsergebnisse.

Ursprünglich ein Lehenshof des Klosters Reichenbach

Der Seidtenhof gehört zu den ältesten Hofanlagen im oberen Murgtal. Ursprünglich war er ein Lehenshof des Klosters Reichenbach, heißt es in der Ankündigung des Heimat- und Kulturvereins weiter. Außer dem Hof selbst gehörten noch mehrere Nebengebäude zu der Hofanlage. Das Kellerhaus gibt heute noch Rätsel auf. Stefan Seidt hat das Gebäude intensiv untersucht. Anhand der heute noch sichtbaren Steine und der Art ihrer Bearbeitung kann die frühere Situation rekonstruiert werden. Der zweite Vortrag steht im Zusammenhang mit dem Märchenfestival, das der Heimat- und Kulturverein wie auch die Vortragsreihe "Baiersbronner Geschichte(n)" jedes Jahr organisiert. Am Mittwoch, 9. Oktober, hält Stefan Neuhaus einen Vortrag im Hauff-Märchenmuseum mit dem Titel "Es gehen allerlei Sagen unter dem Volk über diesen wunderbaren Mann – Erzählen im Märchen". Der Literaturwissenschaftler und ausgewiesene Märchenkenner von der Universität Koblenz-Landau spricht über Märchen von Wilhelm Hauff und erläutert ihre Doppelbödigkeit, die sie auch heute noch hörens- und lesenswert machen.

Ein Sohn Friedrichstals steht im Mittelpunkt des dritten Vortrags am Mittwoch, 6. November, im Rosensaal Baiersbronn. Emil Georg von Stauß wurde 1877 als Sohn des Schullehrers in Friedrichs­tal geboren. Nach dem Schulbesuch machte er eine Banklehre in Stuttgart, von dort aus ging er nach Berlin zur Deutschen Bank, wurde während der Weimarer Republik Reichstagsabgeordneter und ein einflussreicher Wirtschaftslenker, der große Projekte finanzierte.

Er saß im Präsidium der Anatolischen und Bagdad-Eisenbahn-Gesellschaft, war an der Gründung der UFA mitbeteiligt, war Präsident der Deutschen Lufthansa und der Daimler Benz AG, Mitbegründer der Rhein-Main-Donau AG und saß noch in weiteren Aufsichtsräten. Letztlich ersparte es ihm sein Tod im Jahr 1942, für seine Rolle im Dritten Reich nach dessen Ende zur Verantwortung gezogen zu werden, heißt es in der Ankündigung weiter.

Andreas Schummert aus Berlin hat das Leben von Emil Georg von Stauß erforscht. Er arbeitet als Referent im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Auch im vierten Vortrag steht Friedrichstal im Mittelpunkt: Die Geschichte der Schwäbischen Hüttenwerke hat Uwe Fliegauf erforscht, und sein Vortragsthema lautet: "Die Stahlfabrikation in Friedrichstal – die Wiege der Industrie in Württemberg".

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Sensenproduktion in Württemberg ein wichtiger Faktor. Der Stahl sollte im Land selbst produziert werden, um teure Importe zu vermeiden. Das Werk in Friedrichstal avancierte dabei zum Innovationsstandort, denn Stahlfabrikation war damals Hightech. Neben den technischen Aspekten sollen auch die Lebensverhältnisse der Arbeiterschaft dargestellt werden. Passend zum Thema findet der Vortrag in der Halle in Friedrichstal statt, am Freitag, 31. Januar.

"Steinrestaurierung – ein Bericht aus der Praxis", so lautet der Titel des fünften und letzten Vortrags am Mittwoch, 19. Februar, im Gemeindehaus Obertal. Die Referentin, Karin Schinken, arbeitet als Restauratorin beim Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen. Naturstein gilt allgemein als stabiles und tragfähiges Material. Berühmte Kulturdenkmale wie die Pyramiden, das Ulmer Münster oder Brückenbauten suggerieren Langlebigkeit und Belastbarkeit. Dass Witterungseinflüsse, falsche Baumaterialien und Chemikalien zu Schädigungen an Natursteinen führen können, ist nur wenig bekannt. Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene Schadensphänomene und die adäquaten restauratorischen Maßnahmen und Verfahren. Die Zuhörer erhalten so einen anschaulichen Einblick in die Möglichkeiten der Steinrestaurierung an Denkmalen in Baden-Württemberg. Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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