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Baiersbronn Schwarzwald-Rallye begeistert Zuschauer

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Autolegende: ein Mercedes Benz 300 SL mit Flügeltüren, gefahren von Rolf Beck und Lars Beck. Foto: Schwark

Baiersbronn - Strahlende Gesichter bei Organisatoren und Teilnehmern: Die dritte Auflage der Baiersbronn Classic war ein voller Erfolg und ein Zuschauermagnet an allen drei Tagen.

Die "Schwarzwald-Rallye für Genießer" bot am Samstag nochmals eine richtig große Show. Die nostalgischen Automobile und rassigen Motorräder starteten in Obertal, um den Ruhestein zu erklimmen. Obertal hatte wieder alle Helfer mobilisiert und bewirtete die Gäste im Look von anno dazumal. Die Interessengemeinschaft Obertal sorgte für das leibliche Wohl, der Ort hatte sich herausgeputzt, Feuerwehr, Bergwacht und Vereine trugen zum guten Gelingen bei.

Bürgermeister Michael Ruf machte im langen Ledermantel mit weißem Strohhut eine gute Figur und schwärmte von seinen Rallye-Erfahrungen der vergangenen Tage: "Gestern war ich mit Landrat Klaus Michael Rückert unterwegs, und wir beide können diese Veranstaltung als grandios bezeichnen." Rufs Fahrzeug, ein Porsche 912 Youngtimer aus dem Jahr 1968, ging am letzten Tag mit Gemeinderat Bernd Bühner und dessen Sohn auf die Strecke.

Schon am frühen Morgen reihten sich die glänzenden Karossen zur beeindruckenden Fahrzeugparade aneinander, bevor es pünktlich um 9.30 Uhr mit der Startnummer eins losging. Bürgermeister Ruf schwenkte die Startfahne, während Tourismusdirektor Patrick Schreib mit dem Publikum den Start anzählte. Viele Zuschauer säumten die Ruhesteinstraße, und die gut gelaunten Teilnehmer winkten ihnen zu. Die Fahrer gaben alles und ließen die Motoren ihrer Schmuckstücke aufheulen. So auch die Startnummer 6, ein Alfa Romeo 6C 1750 aus dem Jahr 1929, der mit einem flotten Schnellstart die Masse begeisterte. Auch die prominenten Fahrer Peter Kraus und Leopold Prinz von Bayern sowie Ellen Lohr, die ehemals schnellste Frau der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft, gingen mit ihren schicken Wagen winkend auf die letzte Etappe der Rallye.

Sprecher Johannes Hübner bewies einmal mehr sein umfassendes Fachwissen und verblüffte mit wichtigen und unwichtigen Details zu den Automobilen. Ob die Lage des Ersatzrads oder die Stärke des Motors – Hübner schwärmte in den höchsten Tönen.

50 Motorräder gehen an Start

Bei bestem Wetter gingen dann die 128 Fahrzeuge der Jahrgänge 1927 bis 1974 auf die Strecke, um auf der großen Schwarzwaldrunde später einen Zwischenstopp auf dem oberen Marktplatz in Freudenstadt einzulegen. Dort stand eine Sonderprüfung an. Hunderte Zuschauer säumten das Marktplatzrund, als die ersten Fahrzeuge um 15.06 Uhr von Alpirsbach kommend einrollten und an der Meldestelle registriert wurden. Streckensprecher Andreas Hoffmann-Sinnhuber erzählte manch spannende Anekdote zu den Fahrzeugen. Auf der Marktplatzrunde galt es, die vorgegebene Zeit von 32:20 Sekunden exakt einzuhalten. Nochmals an den winkenden Zuschauern vorbei, verließen die Fahrzeuge am Rathaus den Marktplatz, um wieder Baiersbronn anzusteuern. Sichtbar war die Begeisterung der Fahrer, wenn es mit röhrendem Ton weiterging. Wie viel Liebe die Besitzer in ihre Fahrzeuge stecken, war den bestens gepflegten Oldtimern deutlich anzusehen.

"Hier passt einfach alles", war häufig die Antwort der Teilnehmer auf die Frage, wie es ihnen gefalle, und Daumen hoch ein beliebtes Zeichen, sowohl beim Start in Obertal als auch beim Zieleinlauf in Baiersbronn.

Aber zurück zum Start: Nachdem auch das Küken der Veranstaltung, ein Hurst Olds Coupé aus dem Jahr 1974, auf die Strecke geschickt worden war, stand der Start der 50 teilnehmenden Motorräder an. Fahrleiter Richard Sturtzel und Thomas Schmieder gaben noch letzte Anweisungen, ehe die Zweiräder sich auf den Weg zu ihren Wertungsprüfungen machten und sich im moderaten Tempo den Ruhestein hinauf schlängelten.

"Auch hier sind die Jahrgänge 1926 bis 1975 am Start, und neben 34 Solomaschinen starten auch 16 Gespanne", informierte Richard Sturtzel von der Baiersbronn Touristik und verwies auf ein breit aufgestelltes Starterfeld. Auf der rund acht Kilometer langen Strecke hinauf zum Ruhestein, die im Gegensatz zum legendären Bergrennen von 1947 bestens ausgebaut ist, wurde auch der Sieger des Ruhestein-Bergpreises für Motorräder ermittelt. Jürgen Schwab gewann mit einer Elite Diamant Typ F aus dem Jahr 1930. Gesamtsieger bei den Gespannen, also mit Seitenwagen, wurden Martin Scheibe und Arno Schnurr mit einem Ural M-72-Gespann aus dem Jahr 1957.

Der Östol Ruhestein-Bergpreis für das erfolgreiche Absolvieren aller drei Wertungsprüfungen bis hinauf zum Ruhestein ging an Ralf Ehlen und Heike Köppel mit ihrem eleganten Porsche 356 Speedster, Baujahr 1955. Heinz und Evelyne Eberhart aus der Schweiz sicherten sich den Gesamtsieg der Rallye mit ihrem BMW 502-Cabrio aus dem Jahr 1955.

Hier ein Video der Baiersbronn Classic:

Quelle: youtube/Eventvideos.TV

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