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Baiersbronn Schornsteinfeger auf Glückstour

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Uwe Picker (Mitte) startet heute bei der Glückstour der Schornsteinfeger. Dafür drücken ihm auch Jörg Gaiser (links) und Tis Gaiser die Daumen. Foto: Hornberger Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Laura Hornberger

Baiersbronn. In besonderer Mission sind ab heute Schornsteinfeger auf Rennrädern unterwegs. Sie wollen krebskranke Kinder unterstützen. Einer von ihnen, Uwe Picker, hat eine besondere Beziehung zu Baiersbronn.

"Das Radfahren ist meine Leidenschaft, und nebenbei helfe ich krebskranken Kindern", erläutert Uwe Picker, warum er seit den Anfängen im Jahr 2006 bei der Glückstour der Schornsteinfeger regelmäßig mit dabei ist. Doch diesmal ist es noch etwas anderes: Er ist selbst an Krebs erkrankt.

Vom heutigen Mittwoch bis 8. Juli sind die Schornsteinfeger bei ihrer Glückstour unterwegs. Sie sammeln Spendengelder für krebskranke Kinder und besuchen Einrichtungen, in denen diese Jungen und Mädchen behandelt werden. Über eine Millionen Euro an Spenden wurden bei den Touren insgesamt gesammelt.

Diesmal sind 35 Rennradfahrer unterwegs, Start ist in Iserlohn. An acht Tagen legen die Radfahrer rund 1000 Kilometer zurück. Ziel ist Dresden. Prominente Unterstützung gab es unter anderem schon durch den ehemaligen Olympiasieger Matthias Steiner oder Radprofi Eric Zabel, die selbst teilnahmen.

Picker fährt schon lange Rennrad und Mountainbike. Seit 2007 hat er sich für die Glückstour auf das Rennrad spezialisiert. Mountainbike fährt er nur noch in Baiersbronn und Umgebung. Der Schornsteinfeger kommt ursprünglich aus dem Taunus. Baiersbronn ist für ihn zu seiner zweiten Heimat geworden. Im Jahr 2010 hat seine Frau dort eine Ferienwohnung gekauft. Bei ihren Aufenthalten in Baiersbronn geht seine Frau im Sommer jeden Morgen zum Frühschwimmen ins Naturbad Mitteltal – Uwe Picker zieht das Radeln vor.

Alle drei bis vier Wochen kommt das Ehepaar zum Erholen gemeinsam nach Baiersbronn. Beide schätzen die Landschaft und das touristische Angebot in der Feriengemeinde.

Als der Schornsteinfeger im Sommer 2014 selbst an Krebs erkrankte und seinen Beruf bald darauf nicht mehr ausüben konnte, bekam die Glückstour für ihn noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Nach der Chemotherapie fehlte es ihm an Kraft und Kondition. Auch das Immunsystem ist betroffen. Dadurch ist er beim Radfahren eingeschränkt.

Während einer Chemotherapie soll man in Bewegung bleiben. Uwe Pickers Wahl fiel – wie könnte es anders sein – auf den Radsport. 15 bis 20 Kilometer am Tag durfte er zunächst fahren. Doch das war ihm zu wenig. Mittlerweile hat er während der Trainingsvorbereitung zur Glückstour schon wieder eine 60-Kilometer-Tagesetappe hingelegt. Ob er denn trotz seiner Erkrankung bei der Tour mithalten kann? "Ich helfe da, ob im Sattel oder im Auto", sagt Uwe Picker. Er hält sich dabei an ein Zitat des Ex-Radsportprofis Udo Bölts: "Quäl dich, du Sau!"

In seiner zweiten Heimat Baiersbronn bekommt Uwe Picker auch Unterstützung: Jörg Gaiser, Chef des Fahrradgeschäfts "Gaiser.bikeshop", und sein Team stellen dem Schornsteinfeger ein neues Pedelec mit Elektroantrieb zur Verfügung.

Uwe Picker hatte Gaiser einen Flyer der Tour gezeigt und erklärt: "Da muss ich mitmachen." Das hatte überzeugt. Durch den Motor wird Uwe Picker mit der restlichen Truppe mithalten können, ohne sich selbst zu überlasten. Extra für Uwe Picker wurde das Rad angepasst.

Inzwischen hat Picker schon einige Trainingstouren mit dem Pedelec absolviert und sich mit dem Rad vertraut gemacht. Heute ist Startschuss für die Glückstour. Und Picker will so viele Kilometer wie möglich auf dem Pedelec dabei sein – und nur zur Not in eines der Begleitfahrzeuge einsteigen.

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