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Baiersbronn Sänger schaffen mystische Atmosphäre

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Das bulgarische Vokaloktett "The Gregorian Voices" gastierte im Rahmen seiner Deutschlandtournee in der Münsterkirche. Dabei bescherten die acht Sänger den zahlreichen Besuchern ein eindrucksvolles und begeisterndes Konzerterlebnis. Foto: Günther Foto: Schwarzwälder Bote

Zum fünften Mal gastierten die "Gregorian Voices" unter dem Motto "Gregorianik meets pop" in Klosterreichenbach. Und erneut sorgten die acht außergewöhnlichen Sänger aus Bulgarien für eine voll besetzte Münsterkirche und für zufriedene Besucher, die mit stehenden Ovationen dankten.

Baiersbronn-Klosterreichenbach. Der erste Teil des Abends war einstimmigen gregorianischen Chorälen und orthodoxen Gesängen vorbehalten. Dabei gelang es den acht Sängern in ihren dunklen Mönchskutten, in der romanischen Klosterkirche geradezu eine mystische Atmosphäre zu erzeugen und ihr Publikum auf eine Zeitreise durch die Welt der geistlichen Musik des Mittelalters mitzunehmen. Zu hören war gregorianischer Gesang in Vollendung. Dabei wurde dieser einstimmige, unbegleitete liturgische Gesang der katholischen Kirche des Mittelalters teilweise in lateinischer Sprache, teilweise aber auch in dem damals im Osten verbreiteten Alt-Slawisch vorgetragen.

Stimmgewaltig und stimmig

So entführte das bulgarische Vokaloktett in die Welt der mittelalterlichen Klöster. Sowohl stimmgewaltig als auch stimmig erklangen dabei Klassiker wie das "Ave Maria virgo serena", das "Salve Regina", das "Adoro te devote", das "Herr erbarme Dich" oder das "Regina coeli". Dabei bewiesen Chor und Solisten mit ihrer Stimmgewalt und ihren zahlreichen Solopassagen, dass Gregorianik auch heute noch aktuell und mitreißend sein kann.

Die klanglich bestens aufgestellten acht Sänger agierten dabei ohne Mikro, Verstärker und Begleitinstrumente. Auch von den Stimmlagen her zeigten sich die "Gregorian Voices" gut aufgestellt: Jeweils zwei Bässe, zwei Baritone, zwei erste und zwei zweite Tenöre sorgten mit ihren ausgebildeten Stimmen – allesamt haben sie eine klassische Gesangsausbildung absolviert – für einen beeindruckenden und harmonischen Gesamtklang. Dass dabei in völliger Harmonie und perfekter Ergänzung sowohl glockenklarer Tenorgesang als auch dröhnende Basstöne erklangen, macht den besonderen Reiz dieses Ensembles aus.

Jeweils acht der insgesamt über 20 dem Chor angehörenden Künstler singen wechselweise im Chor der "Gregorian Voices" und gehen gemeinsam auf internationale Konzertreisen. Der künstlerische Leiter des Chors ist Georgi Pandurov, der durch zahlreiche Opernauftritte und Konzerte international erfolgreich ist.

Der zweite Teil des Abends stand unter dem Motto "Mittelalter trifft das Hier und Heute". Dabei erklangen sowohl Lieder und Madrigale aus der Zeit der Renaissance und des Barock als auch zahlreiche Klassiker der Popmusik:

Da wurde Bob Dylans "Knocking on Heaven’s Door" im Stile des gregorianischen Gesangs neu – und in herrlich ungewohnten Rhythmen und Klangfarben – arrangiert und interpretiert, da erklang in der Münsterkirche stimmgewaltig sowohl Leonard Cohens "Hallelujah" als auch der Abba-Hit "Thank you for the Music". Aber auch der "Sound of Silence" von Simon and Garfunkel schwebte durch das Kirchenschiff, ebenso wie die auf Italienisch gesungene "Perfect Symphony" von Ed Sheeran und Andrea Becelli.

Den krönenden Abschluss bildete eines der weltweit bekanntesten Kirchenlieder, das "Amazing Grace", mit dem das am Ende erschöpft wirkende Oktett, das durchgehend ohne Pause gesungen hatte, den Wunsch der Zuhörer nach einer Zugabe erfüllte.

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