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Baiersbronn Rund die Hälfte der hier lebenden Arten ist gefährdet

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Hummel-Expertin Sarah Adelmann. Foto: Nabu Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn. Zum aktuellen Thema Insektensterben hatte der Nabu Freudenstadt die Hummel-Expertin Sarah Adelmann für einen Vortrag im Rosensaal gewonnen. Vor zahlreichen Zuhörern stellte sie die Einzigartigkeit dieser Insektengruppe heraus.

Schon im zeitigen Frühjahr sind diese Tiere, dank ihres behaarten Körpers, als erste Bestäuber unterwegs und bis im späten Sommer aktiv, wie Sarah Adelmann ausführte. Sie hob dabei die Insektenbestäubung hervor, die nährstoffreichere Früchte hervorbringt. Einige Arten, etwa Tomaten, könnten nur von Hummeln bestäubt werden. Neben den einzelnen Hummelarten erläuterte die Referentin auch deren Jahreslauf.

Hummeln produzierten keinen klassischen Honig, so Adelmann. Ihr Nahrungsvorrat sei gering, da sie auch bei schlechtem Wetter unterwegs seien und nicht als Volk überwinterten. Nur die begatteten Jungköniginnen überleben den Winter an einem geschützten Platz und suchten im Frühjahr nach einem Nest, wo sie Eier legten beziehungsweise ausbrüten und einen neuen Staat gründen könnten.

Da etwa die Hälfte der rund 30 hierzulande lebenden Hummelarten gefährdet ist, spielte deren Schutz im Vortrag eine besondere Rolle. Wichtig sei das Nahrungsangebot. Hier könne jeder Einzelne im Garten die Tiere unterstützen, indem er Nahrungspflanzen – am besten im blaublühenden Farbspektrum und nicht als Zuchtformen mit gefüllten Blüten – anbiete. Manchmal helfe auch Nichtstun: ein Stück Wiese wachsen lassen und den Schnittlauch ausblühen lassen.

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

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