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Baiersbronn Originelles Liebesgeflüster vor Klostermauern

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Spielfreude und schauspielerisches Können: Alles stimmte bei der Premiere der Neuen Studiobühne. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Monika Braun

Baiersbronn-Klosterreichenbach. Nervös waren zu Beginn sicherlich alle: die Theaterbesucher, die gespannt die dunklen Wolken beobachteten und der Aufführung entgegenfieberten, und die Schauspieler der Neuen Studiobühne, die mit der Premiere ihres Stücks "Wie es Euch gefällt" am Ende überzeugten. Hätte der Titel ein Fragezeichen beinhaltet, wäre die Antwort eindeutig mit "sehr gut" ausgefallen.

Regisseur Joachim Wolf hatte einmal mehr ein passendes Stück für sein eingespieltes Ensemble gewählt und die Rollen stimmig besetzt. Der Innenhof der Münsterkirche in Klosterreichenbach verwandelte sich zum Schauplatz des turbulent-melancholischen Stücks von William Shakespeare, ein Gespinst aus Intrigen um Liebe und Liebeswirrungen.

Orlando (Serdal Varol), dem sein eigener Bruder nach dem Leben trachtet, verliebt sich unsterblich in die schöne Rosalind (Ursula Koelblin), die ihm jedoch erst nach einigen Verwirrspielchen ihre Liebe gesteht. An den Nebenschauplätzen glänzen unterdessen Hofnarr Touchstone (Eberhard Haist), der in witzigen Dialogen und mit Sarkasmus nicht nur die angebetete Schäferin Corinna (Christel Günther) erobert, sondern auch die Herzen der Zuschauer. Celia (Petra Faißt) und der geläuterte Bruder Orlandos, Oliver (Otto Gaiser), finden ebenfalls zueinander, so dass es am Ende für alle Liebespaare und Zuschauer ein rauschendes Happy End gibt.

Die effektvoll beleuchtete Sandsteinmauer der Kirche und Auftritte des gesamten Ensembles in einigen Passagen setzten Akzente, die beim Publikum gut ankamen. Der perfekt inszenierte Ringkampf mit passender Musik oder der Wäscheständer voller leidenschaftlicher Liebesbriefe bildeten moderne Elemente, die dem Shakespeare-Stück besonderen Pfiff verliehen. "Die ganze Welt ist eine Bühne, alle sind nur Schauspieler", so die tiefgründigen Worte des Edelmanns Jacques, dessen melancholische Grundstimmung Markus Vögele in Mimik und Gestik glänzend trifft. Ganz im Gegensatz dazu der von Frank Gaiser gespielte lebenslustige Herzog, der sein Leben in der Verbannung in vollen Zügen genießt und am Ende mit der verlorenen Tochter Rosalind wiedervereint ist. Ein graziler Tanz von Ariane Fackel und betörender Gesang von Heike Stoll-Dieterle runden das gelungene Stück ab.

Joachim Wolf und seinem Team ist es gelungen, eine interessante Mixtur aus Alt und Neu auf die Bühne zu zaubern, die geprägt ist von Spielfreude und schauspielerischem Können. Die Kostüme passen dabei genauso gut zum Stück wie die überzeugenden Dialoge und wohldurchdachten Gesten. "Von der närrischen Liebe am Ende in ernste Haft genommen", tanzen alle glücklichen Liebespaare gemeinsam, während im Hintergrund die Sandsteinmauer durch leuchtenden Feuerwerkszauber den Schlusspunkt der kurzweiligen Aufführung ankündigte.

Tosenden Applaus und anerkennende Pfiffe ernteten alle Mitwirkenden am Ende des lauen Sommerabends. Die Premiere vor knapp 100 Gästen war gelungen.

Weitere Vorstellungen gibt es am 13., 14., 15., 20., 21. und 22. Juli. Beginn ist um 20.30 Uhr, sonntags um 20 Uhr. Das Kartenkontingent ist begrenzt. Tickets kosten im Vorverkauf 13 Euro, an der Abendkasse 15 Euro, Schüler bezahlen acht Euro. Die Karten sind erhältlich bei Bücher-Burkard, in der Baiersbronn-Touristik, bei der Ortschaftsverwaltung in Klosterreichenbach sowie in der Arkadenbuchhandlung in Freudenstadt.

Weitere Informationen: www.neue-studiobuehne.de

 
 

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