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Baiersbronn Nationalpark: Winter für Tiere Überlebenskampf

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Wenn das Auerhuhn in der Winterzeit gestört wird, kann dies tödlich enden. (Symbolfoto) Foto: Kolb

Baiersbronn/Ruhestein - Auch im Nationalpark Schwarzwald ist der Winter angekommen. Die unberührte Schneelandschaft lockt Wanderer, Schneeschuhgänger und Langläufer. Doch bei Ausflügen in den Nationalpark gilt es derzeit einiges zu beachten. Viele Wildtiere halten jetzt Winterruhe - werden sie aufgeschreckt, kann dies tödlich enden. Um den Tieren Rückzugsräume zu geben, hat die Parkverwaltung viele Wanderwege gesperrt.

Ohnehin gilt im Nationalpark ganzjährig ein Wegegebot. Naturliebhaber dürfen sich nur auf ausgewiesenen Wegen bewegen. Urs Reif, Leitender Ranger im Nationalpark Schwarzwald erklärt, warum dies gerade im Winter wichtig ist: " Allgemein gilt es immer die Rückzugs- und Ruheräume der Tiere zu schützen und zu respektieren. Im Winter befinden sich viele Tiere zudem in einer Art Ruhemodus."

In diesem Zustand versuchen die Tiere, so viel Energie wie möglich einzusparen, um die kalte Jahreszeit zu überleben. So kann Rotwild etwa die Durchblutung der Beine herunterfahren. Im Winter müssen die Tiere durch hohe Schneemassen wandern. Die Beine voll zu durchbluten würde einen enormen Energieaufwand bedeuten.

Auch für das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn ist der Winter ein harter Überlebenskampf. Die Tiere ernähren sich in dieser Jahreszeit ausschließlich von Nadel. Bis zu 400 Gramm Nadeln müsse ein Auerhuhn pro Tag fressen, um überleben zu können, erklärt der Ranger. Um Energie zu sparen, werden die Körperfunktionen herunter gefahren.

Scheuchen Wanderer die Tiere auf, kann dies verheerende Folgen haben. Im Stresszustand werden die Körperfunktionen hochgefahren, die Tiere brauchen mehr Energie. In extremen Fällen kann dies bei Auerhühnern sogar zum Tod führen, warnt der Reif.

Um eine Störung der Tiere zu vermeiden, finden sich überall im Nationalpark Verbotsschilder. Über die Internetseite des Parks kann außerdem jederzeit eingesehen werden, wo gewandert werden darf und wo nicht. Die Sperrungen im Park richten sich nach der Schneelage im jeweiligen Gebiet. 

Reif erklärt: "Zusätzlich zu den Verbots- und Warnschildern haben wir außerdem immer Informationen zu Umleitungen und Sperrzeiten des Weges hinzugefügt." Damit Besucher verstehen, warum bestimmte Wege gesperrt sind, finden sich an einigen Stellen "Wussten Sie schon?" Schilder. Diese erklären Wanderern die Gründe für die Wegsperrung.

Insgesamt betreuen zehn Ranger den Park. Sie patrouillieren regelmäßig im Park und weisen Besucher auf das Wegegebot hin. Rein rechtlich dürften die Ranger auch Bußgelder verteilen, sollten Wanderer sich nicht an das Wegegebot halten. Dies sei,sagt Reif, bislang aber noch nicht nötig gewesen. "Ein Klärungsgespräch hat sich bisher immer als effektiv erwiesen."

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