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Baiersbronn Nationalpark soll sich beteiligen

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Hohe Bestände beim Reh- und Rotwild wirken sich laut Gemeindeverwaltung negativ auf den Wald aus. Foto: Osinger Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn. Die Stellungnahme der Gemeinde zum Modul Wildtiermanagement des Nationalparks war Thema bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Ziel des Nationalparks ist es, auf einem Großteil der Fläche nicht mehr zu jagen.

Schon heute seien die Reh- und Rotwildbestände hoch, das wirke sich negativ auf den Wald aus, teilte die Verwaltung mit. Durch das aktuelle Jagdsystem könnten auch die an den Nationalpark angrenzenden Gebiete und die betroffenen Jagdpächter nicht das kompensieren, was im Nationalpark durch die Reduzierung der Jagd verpasst werde. Daher fordert die Gemeinde in der Stellungnahme den Nationalpark auf, sich an der Reduktion der schon heute überhöhten Rotwildbestände zu beteiligen, nach der Reduktion dann aber auch den Zuwachs abzuschöpfen. Die Gemeinde lehne die Verlagerung des Abschusses auf Anrainer strikt ab. Weiterhin solle der Jagd auf Rehwild im Gebiet des Nationalparks eine größere Bedeutung beigemessen werden.

Gemeinderat Gerhard Gaiser (SPD) lehnte die Stellungnahme ab, aus seiner Sicht sei nicht der Nationalpark die Ursache des Problems, sondern es seien die Jagdpächter, die ihrer Abschussverpflichtung nicht nachkommen. "Wie wird das überhaupt kontrolliert?", fragte Gaiser. Es gehe in der Stellungnahme nicht um Schuldzuweisungen, es würden lediglich Befürchtungen über die Belastung der Jagdpächter geäußert, so Bürgermeister Michael Ruf. Mit den Jagdpächtern sollen Zielvereinbarungen ausgearbeitet werden.

"Die Bestände gehen sehr schnell nach oben. Der Nationalpark rechnet sich das schön. Ich sehe da große Probleme auf uns zukommen", sagte Gemeinderat Erwin Zepf (CDU).

Gemeinderätin Friederike Schneider (BUB) betonte, dass sich der Nationalpark streng an die Abschussvorgaben des Ministeriums halte. Das Rotwild bleibe dort, wo es in Ruhe gelassen werde, und gehe nicht dorthin, wo man jage.

Forstbereichsleiter Gregor Sprenger bezeichnete die Zahlen der Jagdplanung im Nationalpark als unrealistisch. Es seien die Abschüsse aus den Vorjahren zugrunde gelegt worden, die von fehlender Bejagung durch zwei Hauptakteure geprägt gewesen seien. "Die Besucher des Nationalparks wollen Wild dort sehen, daher ist es richtig, dass bestimmte Bereiche in Ruhe gelassen werden", so Gemeinderat Ludwig Wäckers (BUB).

Bürgermeister Michael Ruf stellte klar, dass die verfasste Stellungnahme die Sicht des Waldbesitzers und nicht des Jagdpächters ausdrücke. Bei fünf Gegenstimmen wurde der Stellungnahme zum Wildtiermanagement im Nationalpark zugestimmt.

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