Eine Delegation des CDU-Regionalverbands stattete dem Naturschutzzentrum einen Besuch ab. Foto: Bächle Foto: Schwarzwälder-Bote

CDU-Regionalverband im Naturschutzzentrum

Region. "Die Landesregierung muss ihre Zusage einhalten, dass die Finanzierung des geplanten Nationalparks Schwarzwald nicht zu Lasten der Region, insbesondere nicht der Nationalparke Schwarzwald Mitte/Nord und Stromberg-Heuchelberg gehen darf." Das erklärte der CDU-Regionalverband in der Regionalverbandsversammlung Nordschwarzwald nach einem Besuch im Naturschutzzentrum Ruhestein bei Baiersbronn. Die Nationalparke sollten nach Auffassung der Christdemokraten den Rahmen für eine touristische Entwicklung um den Nationalpark bilden.

Bei dem Lokaltermin auf dem Ruhestein ließen sich die CDU-Regionalräte unter Leitung ihres Fraktionsvorsitzenden Günter Bächle (Mühlacker) vom Geschäftsführer des Nationalparks Mitte/Nord, Karl-Heinz Dunker, informieren. Er sagte, seit Gründung des Nationalparkvereins 2001 seien mit 6,9 Millionen Euro Fördergeldern und 13 Millionen Euro Zuschüssen für Investitionen insgesamt 910 Projekte unterstützt worden. 2014 werde allerdings ein schwieriges Jahr, weil durch die Umstellung der Förderprogramme der Europäischen Union möglicherweise Gelder aus Brüssel ausbleiben könnten.

"Wir haben in den vergangenen zwölf Jahren touristische Impulse gesetzt und wollen dies weiterhin tun", sagte Dunker beim Termin vor Ort. Schwerpunkte seien gelegt worden aufs Wandern und Radfahren. Der Naturpark stärke die Erhaltung der Schwarzwälder Naturlandschaft, werbe mit Märkten, Brunch sowie der Marke "echt Schwarzwald" für regionale Produkte. Dazu gehöre auch die Mitwirkung der Wirte im Naturpark. Der Naturparkverein kämpfe mit Supermarktketten, um Markenprodukte wie "echt Schwarzwald" unterzubringen.

Allerdings machte Dunker deutlich, dass auch eigene Vermarktungswege erschlossen werden, unter anderem durch die Naturpark-Marktscheune in Gengenbach. "Das wäre doch auch etwas für Pforzheim", meinte Dunker mit Blick auf den Ersten Bürgermeister der Goldstadt und CDU-Regionalrat Roger Heidt.