Die Nationalpark-Ranger geben ihr Wissen gerne an die großen und kleinen Entdecker weiter. Foto: Nationalparkzentrum

Entdecker-Touren für Naturliebhaber. Verschiedene Programmpunkte. Mit Pilgerwanderung geht es los.

Baiersbronn/Ruhestein - Für Naturliebhaber und die, die es werden wollen, hat das Nationalparkzentrum einiges auf Lager. Im Programm der kommenden Tage sind unter anderem folgende Touren:

Auf eine zweitägige Pilgerwanderung geht es morgen und am Freitag, 10. und 11. September. Unter dem Motto "Achte auf die Bäume" führen Gemeindereferentin Helga Klär vom Arbeitskreis Kirche im Nationalpark und Wanderführer Helmut Baßler Interessierte in zwei Tagen vom Mummelsee über den Ruhestein und Allerheiligen nach Waldulm. Die Tagesetappen von jeweils 18 Kilometern Länge beginnen mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Unterwegs werden an verschiedenen Orten geistliche Impulse gegeben. Die Hin- und Rückfahrt vom Start und Endpunkt sollte selbstständig organisiert werden. Mitfahrgelegenheiten gibt es um 8.30 Uhr am Treffpunkt am Bahnhof in Ottenhöfen.

"Totes Holz – lebendiger Wald" lautet der Titel einer Führung am Freitag, 11. September. Tote Bäume sind ein wichtiger Bestandteil in nicht genutzten Wäldern. Keinesfalls sind sie ein Zeichen für einen absterbenden Wald, sondern sie strotzen vor Leben. Erstaunlich viele Tier- und Pflanzenarten, aber auch Pilze und Flechten finden dort ihren Lebensraum. Ein Nationalpark-Ranger informiert bei der Wanderung über die ökologische Bedeutung abgestorbener Bäume als Lebensraum und Strukturbildner in den Wäldern. Start ist um 8 Uhr bei der Gaststätte Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße. Die Tour dauert vier Stunden.

Speziell für Kinder eignet sich die Pilzführung am Freitag, 11. September. Die jungen Entdecker zwischen sieben und zwölf Jahren erfahren, dass es viel mehr als Pfifferling, Steinpilz oder den bunten Fliegenpilz gibt. Pilze haben wichtige Funktionen in der Natur. Die Entdeckertour dauert von 10 bis 12 Uhr, Treff ist am Nationalparkzentrum Ruhestein.

Eine Wanderung zu unscheinbaren Gewächsen findet am Samstag, 12. und am 16. September statt. Dem Blick über weite Täler und Berge folgt bei dieser Führung ein zweiter Blick zu den Schönheiten zu Füßen des Betrachters: die Welt der Moose, Farne und Gräser. Naturpädagogin Anne Reichel aus Baiersbronn kennt viele Geschichten über diese oft unbeachteten, aber vielfältigen Pflanzen. Die Wanderung dauert von 14 bis 17 Uhr, Start ist am Nationalparkzentrum Ruhestein.

An die ganze Familie richtet sich ein Angebot am Samstag, 12. September. Eltern mit Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren sind zur Wanderung in der Dämmerung eingeladen. Viele Bewohner des Waldes werden erst abends richtig munter: Fledermäuse beginnen mit ihrer Jagd auf Insekten, der Fuchs geht auf Streifzug, die Eulen halten heimlich Ausschau nach Beute, und von oben funkeln die Sterne oder der Mond taucht die Landschaft in ein geheimnisvolles, fahles Licht. Vielen ist das unheimlich. Ein Nationalpark-Pädagoge möchte mit einer kleinen Wanderung an der Hornisgrinde und dem Mummelsee das Gegenteil beweisen. Treff ist um 18.15 Uhr am Mummelsee (Eingang Hotel), die Tour dauert drei Stunden.

Weitere Informationen: zu allen Touren kann man sich im Nationalparkzentrum Ruhestein unter Telefon 07449/92 99 84 44 oder per E-Mail an veranstaltung@ nlp.bwl.de anmelden.

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