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Baiersbronn Nationalpark entwickelt sich gut

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Besuch im Nationalpark (von links): Landtagsabgeordnete Gabi Rolland, Gerhard Gaiser, SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel, Dieter Burkhardt von der Bergwacht, Grünen-Fraktionsvorsitzende Edith Sitzmann und Naturschutzminister Alexander Bonde. Foto: Eberhardt

Baiersbronn - Zur ersten "traditionellen Ministerwanderung" im Nationalpark hatte Alexander Bonde eingeladen. Mitgebracht hatte er nicht nur bestes Wanderwetter, sondern auch beste Laune: Die Entwicklung des Nationalparks kommt seiner Ansicht nach gut voran.

"Es bewegt sich was", bilanziert Alexander Bonde, als er am Ende der Wanderung auf der Zuflucht Bilanz zieht. Noch kein Jahr liegt der Start des heftig diskutierten Großprojekts zurück, doch Bonde ist voll des Lobes. "Die Mannschaft, die das Projekt aufbaut, leistet tolle Arbeit." Auch die Einbindung und Kooperation mit ehrenamtlichen Akteuren sei gut. "Hier bewegt sich was." Die Minister-Tour soll daher künftig jedes Jahr stattfinden und dabei auch vor allem eines sein: ein Dank an die vielen Unterstützer und Helfer, die den jungen Nationalpark seit seiner Entstehung begleiten.

Im knapp 100 Mann starken Wander-Tross waren folglich nicht nur Schlüsselpersonen aus Nationalparkverwaltung und Politik. Die grüne Fraktionsvorsitzende Edith Sitzmann und SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hatten die Wanderstiefel geschnürt, ebenso viele Ranger. Einen Großteil der Gruppe bildeten aber vor allem Mitglieder von Schwarzwaldverein und Bergwacht, allen voran deren Landesvorsitzende Hans-Martin Stübler (Schwarzwaldverein) und Dieter Burkhardt (Bergwacht). Mit einer Schauübung am Lotharpfad demonstrierten die Bergretter die Bergung von Verletzten in schwierigem Gelände. "Der Einsatz der Bergwacht nimmt zu", prognostizierte Claus Schmiedel. Denn mit dem Nationalpark nimmt auch die Zahl der Touristen zu.

Letztere sind im Park ausdrücklich erwünscht. "Er soll erlebbar sein", betonte Alexander Bonde. Mit gezielten Angeboten soll eine Steuerung und Verteilung der Touristenströme erfolgen, und dabei wird der Schwarzwaldverein eine wichtige Rolle übernehmen. "Spezielle Nationalparkprogramme", sprich Wegemodule, die verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden, möchte Hans-Martin Stübler gemeinsam mit den Ortsgruppen entwickeln. Schon jetzt unterhält der Schwarzwaldverein eine Vielzahl an Pfaden und Wegen im Nationalpark-Gebiet und darüber hinaus. Stübler und Bonde schwebt vor, dass daraus sukzessiv ein durchgängiges Wegenetz für den ganzen Nationalpark entsteht. Bondes Vision ist, dass der Park nicht nur Erholung, sondern "einen Mehrwert über die Region hinaus" bringt. Dabei denkt der Minister an Kooperationen mit Tourismus, Gemeinden und anderen Akteuren.

"Wir haben eine gute Balance gefunden"

In der Gastronomie könnte so das Regionalitätsprinzip weiter forciert werden. Auch Vereine und Bürgerinitiativen können im Nationalpark einen Anknüpfungspunkt für ihre Arbeit finden. Als Beispiel nennt Bonde das Waldkulturhaus in Bad Rippoldsau: "Früher war es Randlage", jetzt habe es Platz in einem großen Netzwerk gefunden. "Es passt gut zum Nationalpark." Ein großes Marketingdach mag Bonde in dem Naturschutz-Projekt aber keinesfalls sehen. Ruhiger wird der nach der Wanderung immer noch bestens gelaunte Minister auch, als er nach der Entwicklung der Beziehung zu den Nationalpark-Gegnern gefragt wird: "Für viele Leute ist es ein schwieriger Prozess." Dass diese sich irgendwann auch von den Vorzügen des Projekts überzeugen lassen, bleibt dennoch weiterhin ein Wunschgedanke Bondes. Eine Befürchtung glaubt Bonde allerdings ausgeräumt zu haben. Der Schwarzwaldverein hatte seinerzeit explizit gefordert, dass den umgebenden Kulturlandschaften durch den Nationalpark kein Nachteil entstehen dürfe. Inzwischen seien Förderprogramme für Landschaftspflege und Freihaltung aufgestockt worden, betont Bonde: "Wir haben hier eine gute Balance gefunden."

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