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Baiersbronn Nach Leukämie: Als Dank Gugelhupfe und Herzen

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Familie Braun mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Horst Simschek bei der Spendenübergabe an den Förderverein in Tübingen. Foto: Braun

Baiersbronn - Der kleine Christian tobt wieder fröhlich durch den Garten. Das ist das größte Glück für seine Eltern Franziska und Sebastian Braun. Als bei dem heute Vierjährigen vor zwei Jahren Leukämie diagnostiziert worden war, brach eine Welt zusammen.

Was damals folgte, waren unzählige Krankenhausaufenthalte und Behandlungen, die der Familie viel Disziplin und noch mehr Mut abverlangten. Damals hochschwanger mit Zwillingen, sei die Situation doppelt schwer gewesen, erinnert sich Franziska Braun. Doch die Tübinger Kinderklinik habe mit Feingefühl und Professionalität alles gemeistert, wofür ihre Familie sehr dankbar sei. "Heute sind wir glücklich, dass wir es als Familie geschafft haben, und möchten allen Betroffenen Mut machen und Hoffnung geben", sagt die Mutter von Christian. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Familie hat sie sich eine besondere Aktion einfallen lassen, um Spendengelder für den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen zu sammeln.

Betongefäße können bepflanzt werden

"Es war schon früh unser Wunsch, etwas zurückgeben zu können. Alle haben sich sehr liebevoll um uns gekümmert, uns aufgefangen, Hilfe und Halt gegeben", erzählt Franziska Braun. Als sie dann zu ihren Eltern nach Hause kam, hatte ihr Vater viele kleine und große Gugelhupfe und Herzen aus Beton gegossen, die auch bepflanzt werden können. "Wir verkaufen sie auf Spendenbasis, und der gesamte Erlös wird dann dem Förderverein gespendet", hatte ihr Vater vorgeschlagen - und alle waren begeistert.

"Auch unsere Eltern sind sich bewusst, wie wir, ihre Kinder, in der schweren Zeit vor allem auch psychisch in Tübingen aufgefangen wurden", sagt Franziska Braun. "Daher ist sozusagen die ganze große Familie für die Spendenaktion im Einsatz."

Spendenscheck über 2000

Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Am 13. Juli überreichte die Familie einen Spendenscheck über 2000 Euro an den Förderverein in Tübingen. Genau an diesem Tag vor zwei Jahren hatte die Familie die schlimme Diagnose bekommen und freut sich nun umso mehr, etwas zurückgeben zu können. "Wenn man so den ganzen Tag in der Klinik ist, ist jede Abwechslung eine Bereicherung, seien es die Clowns oder die kreativen Mal- und Musikangebote, die vom Förderverein mitorganisiert und bezahlt werden", erklärt Franziska Braun. "›Mut, Hilfe, Hoffnung‹ lautet der Leitspruch des Fördervereins - all das haben wir als Familie bekommen."

Gerade in dieser Zeit denkt Franziska Braun viel an betroffene Familien. Immerhin sind es deutschlandweit fast 2200 pro Jahr, die die Diagnose Blutkrebs bekommen. "Mit der Corona-Pandemie sind die Einschränkungen für Familien mit einem krebskranken Kind noch größer als eh schon, das Isoliertsein auf Station ist noch anstrengender. Wenn wir mit unserer Spende nur ein wenig dazu beitragen können, das Ganze zu erleichtern, freut uns das sehr."

"Gugelhüpfle" zum Mitnehmen

Und die Hilfsaktion der Familie ist noch nicht vorbei. Die "Gugelhüpfle" stehen weiter vor der Tür vor dem Wohnhaus der Familie Braun im Stöckerweg. Dort kann jeder einen mitnehmen und einfach eine Spende hinterlassen. "Wir würden uns freuen, noch mehr Geld an den Förderverein übergeben zu können, denn das ist Hilfe, die bei den Familien ankommt", sagt Franziska Braun. Der Förderverein unterstütze vielseitige Angebote auf den onkologischen Kinderstationen, finanziere aber auch Forschungsprojekte mit und unterhalte zwei Eltern- und Familienhäuser, in denen betroffene Familien ein Zuhause auf Zeit finden könnten, erklärt sie.

Heute kann der kleine Christian sogar schon wieder in den Kindergarten gehen. Alles ist gut überstanden. Und seine Zwillingsgeschwister sind dem Vierjährigen inzwischen vertraute Spielkameraden geworden.

"Ein großes Dankeschön gilt unserer Familie und unseren Freunden, die in der schweren Zeit für uns da gewesen sind. Auch den vielen Freunden, Bekannten und Unbekannten, die unsere Aktion so toll unterstützen", sagt Franziska Braun. Die Familie will das Ende der Therapie noch feiern, wegen der Corona-Krise aber etwas später. Im Hause Braun ist endlich wieder der Alltag eingezogen. Die Familie blickt gemeinsam optimistisch in die Zukunft.

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