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Baiersbronn Motorenlärm bei Oldtimer-Rallye

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Beim Prolog der rollenden Raritäten säumten viele Zuschauer die Strecke. Foto: Fritsch/Braun

Baiersbronn - Schon seit einigen Tagen gehören die glänzenden Karossen aus längst vergangenen Zeiten zum Ortsbild von Baiersbronn. Gestern startete die dritte Auflage der Baiersbronn Classic mit viel Motorenlärm und bei strahlendem Sonnenschein auf dem Baiersbronner Rosenplatz.

Schon lange vor dem Start stehen viele Oldtimer auf dem Rosenplatz, der mit Zuschauern und Teilnehmern gefüllt ist. Der Start des Prologs steht auf dem Programm, und Tourismusdirektor Patrick Schreib winkt pünktlich um 14.01 Uhr die erste rollende Rarität ab. Ein Invicta Open Two Seater, ein 120 PS starkes Auto aus dem Jahr 1927, eröffnet den Reigen der insgesamt fast 130 Starter.

Diszipliniert stellen sich die Klassiker in der ihrem Alter entsprechenden Startreihenfolge auf und warten mit knatternden Motoren, die sicher nicht der aktuellen Abgasnorm entsprechen, auf ihren Einsatz. Besonders im Fokus des Zuschauerinteresses steht Rock ‘n’ Roll-Idol Peter Kraus, der mit der Nummer 22 in seinem Jaguar SS 100 von 1936 auf die 112,5 Kilometer lange Runde durch den nördlichen Schwarzwald geht.

Gleich fünf Startnummern später soll eigentlich Leopold Prinz von Bayern in seinem aus dem Jahr 1938 stammenden BMW 328 Frazer-Nash ins Rennen gehen, doch der graue Klassiker steht verwaist mitten auf dem Rosenplatz. "Der Prinz ist gerade erst eingeflogen und hat extra wegen unserer Rallye einen wichtigen Termin abgesagt. Wir holen ihn gerade ab – er wird erst später ins Renngeschehen eingreifen", teilt Tourismusdirektor Patrick Schreib mit, der mit einem strahlenden Lächeln und sichtbarem Spaß die Teilnehmer auf die Strecke schickt. "Es sind dieses Jahr 128 Fahrzeuge, und es stehen sogar noch welche auf der Warteliste, das ist im erst dritten Jahr wirklich toll", so Schreib.

Teilnehmer aus elf Ländern geben sich in diesem Jahr ein Stelldichein in Baiersbronn und glänzen mit ihren Fahrzeugen und Outfits um die Wette. Auf Hochglanz polierte Autos reihen sich aneinander und bezaubern mit strahlendem Chrom und poliertem Lack, während ihre Insassen mit Lederhauben, Brillen und passenden Lederhandschuhen hinter dem Lenkrad und auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.

Rallye geht mit Ortenau-Runde weiter

Die beiden Moderatoren Johannes Hübner und Andreas Hofmann-Sinnhuber erweisen sich als wahre Fachleute und haben zu Bentley, Porsche, Lagonda, BMW und Co. viel zu sagen. "Das ist der Duft der Automobilgeschichte", schallt es aus ihren Mikrofonen, während sie von den vielen "bildschönen Karossen" schwärmen.

Unterhaltsame Hintergrundinformationen wie zum Beispiel, dass Queen Elisabeth eine leidenschaftliche Gintrinkerin ist, werden von ihnen mit technischen Detailinformationen treffend verbunden.

"Die Nummer 11 geht ins Rennen, ein Mercedes Benz SSKL aus dem Jahr 1929, da könnte man auf die Knie sinken, das ist wirklich ein anbetungswürdiges Stück", schwärmen die beiden Fachleute und lenken die Aufmerksamkeit der vielen Zuschauer auf den gerade mit knatterndem Motorengeräusch heranrollenden Wagen.

Der Baiersbronner Bürgermeister Michael Ruf, der den Prolog mit seinem Vater in einem dunkelgrünen Porsche Baujahr 1968 absolvieren möchte, fiebert seinem Start mit Nummer 102 entgegen und muss begeisterten Rallye-Fans sogar das eine oder andere Autogramm geben.

"Heute geht es um die Gleichmäßigkeitsprüfungen, man muss eine gewisse Strecke in einer gewissen Zeit überwinden. Dabei liegt die Geschwindigkeit zwischen 20 und 27 Stundenkilometern, und es gilt, Strafpunkte zu vermeiden. Nur wer sein Auto gut kennt und die Geschwindigkeit einschätzen kann, ist am Ende vorne", sagt Bürgermeister Michael Ruf. Er hat schon seinen ebenfalls teilnehmenden Amtskollegen Julian Osswald als möglichen Rivalen ausgemacht hat. "Am Ende wird Baiersbronn vorne liegen", scherzt Ruf.

Heute geht die dreitägige Rallye mit der Ortenau-Runde weiter, bevor sie dann am morgigen Samstag auf ihren Höhepunkt zusteuert. Ab 9.30 Uhr knattern in Obertal die Motoren der Automobile und Motorräder, die sich auf die "Schwarzwald-Runde" begeben werden. Eine Hommage an das legendäre Ruhestein-Bergrennen, das 1946 als erste Motorsportveranstaltung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in die Geschichte einging.

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