Der Nationalpark Schwarzwald lockt vermehrt Besucher. Sie sollen ihn mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Foto: dpa

Regierung reagiert auf erhöhtes Verkehrsaufkommen: Gäste sollen mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Baiersbronn - Ab 2,40 Euro pro Tag können Besucher künftig den Nationalpark Schwarzwald auch ohne eigenes Auto erkunden. Möglich macht es das Nationalparkticket, das am Donnerstag offiziell eingeführt wurde. Mit 40.000 Euro wird das Land das Ticket innerhalb der nächsten zwei Jahre fördern, das den Nationalparkbesuchern die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs innerhalb des Parks schmackhaft machen soll.

Angeboten wird das Ticket, das für die Verkehrsverbünde Ortenau, Karlsruhe und Freudenstadt gilt, in drei Varianten: als Einzel-, Familien und Gruppenfahrschein. Mit dem neuen Service reagiert die Landesregierung auf das wachsende Verkehrsaufkommen im Nationalpark Schwarzwald, wie Umwelt-Staatssekretär Andre Baumann und Ministerialdirektor Uwe Lahl aus dem Verkehrsministerium gestern erläuterten. "Gut zwei Jahre nach seiner Eröffnung hat der Nationalpark als Tourismus-Magnet an Stärke gewonnen", so Baumann, deshalb sei es wichtig, jetzt nachhaltige Lösungen für den steigenden Individualverkehr im Park zu finden.

Das neue Ticket ist ein erster Schritt im Zuge eines umfassenden Verkehrskonzepts für die Nationalparkregion, das unter Federführung des Verkehrsministeriums entwickelt und vom Land mit Fördermitteln in Höhe von zwei Millionen Euro unterstützt wird. Ziel ist es, das Gesamtkonzept bis 2018 in trockenen Tüchern zu haben, wie Lahl gestern erläuterte, denn mit der dann geplanten Eröffnung des neuen Informationszen­trums des Parks am Ruhestein dürften sich die Gästezahlen im Nationalpark wohl nochmals deutlich erhöhen. Bei einer ersten Besucherzählung im Herbst vergangenen Jahres kam das Team des Nationalparks immerhin schon auf 8000 Wanderer, die an diesem Tag im Nationalpark unterwegs waren.

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