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Baiersbronn Meilenstein in der Entwicklung

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Die neue Schmiedeanlage besteht im Wesentlichen aus einer Verknüpfung von mehreren Schmiedeeinheiten und Robotern mit anwendungsspezifischer Greifertechnologie. Foto: SHW Schmiedetechnik Foto: Schwarzwälder Bote

Mit der größten Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte setzte die SHW Schmiedetechnik in Friedrichstal einen weiteren Meilenstein in der Jahrhunderte währenden Unternehmensgeschichte.

Baiersbronn-Friedrichstal. In den vergangenen zehn Monaten wurde bei der SHW Schmiedtechnik eine vollautomatische Schmiedeanlage für das Kernprodukt Frontladerzinken aufgebaut. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, begannen die Planungen dafür im Frühjahr 2017, woraufhin im Sommer 2018 in einer Produktionshalle Platz für eine neue Anlage geschaffen wurde.

Eine rund 45 Tonnen schwere alte Exzenterpresse wurde über das Dach des Produktionsgebäudes der SHW ausgebaut. Das ersehnte Ende des Umbaus war Anfang 2019 dann endlich in Sicht, sodass die Produktion mit der neuen Schmiedeanlage im April endgültig starten konnte.

Die neue Schmiedeanlage besteht im Wesentlichen aus einer Verknüpfung von mehreren Schmiedeeinheiten und Robotern mit anwendungsspezifischer Greifertechnologie, welche die undefinierten Kräfte des Schmiedeprozesses auffangen und absorbieren können.

Mit der neuen Anlage lasse sich somit im Schmiedebereich eine bisher nicht erreichte Reproduzierbarkeit und Maßhaltigkeit erreichen, die so am Markt für Frontladerzinken bisher nicht verfügbar sei, so das Unternehmen weiter.

Für Maschinenbediener sinkt Belastung

Ein weiterer Vorteil sei die deutlich gesunkene Belastung der Maschinenbediener, da die Rohlinge nicht mehr von Hand bewegt werden müssen, so Betriebsleiter Simon Haist in der Pressemitteilung des Unternehmens. Auch in puncto Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sei bei der Konzipierung der Anlage darauf geachtet worden, dass ausschließlich energieeffiziente Antriebe zum Einsatz kommen, damit auch hier ein nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet werde, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Ulrich Pfetzing, SHW-Geschäftsführer, ergänzt: "Für unser Unternehmen ist diese Investition ein klares Bekenntnis zum Standort. Wir möchten damit auch sicherstellen, dass die lange Historie des Unternehmens auch in den nächsten Jahrzehnten Bestand hat. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf dem Ausbau der unternehmerischen Aktivitäten in Osteuropa und Russland."

Die neue Anlage sowie die gesamte Produktion wird bei einem Tag der offenen Tür an Christi Himmelfahrt, 30. Mai, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei werden das traditionelle Schmiedehandwerk der SHW Garten-/Handgeräte sowie die neue Anlage vorgeführt. Interessierte können sich über die Ausbildungsberufe der SHW Schmiedetechnik informieren. Für das leibliche Wohl sorgt die Spielvereinigung Friedrichstal innerhalb der Produktionshallen Für Kinder gibt es eine Hüpfburg sowie einen großen Spielplatz in unmittelbarer Nähe.

An Christi Himmelfahrt findet gleichzeitig auch das Schmiedefest in Friedrichstal statt.

Die SHW Schmiedetechnik GmbH & Co.KG in Friedrichs-tal ist aus den Schwäbischen Hüttenwerken hervorgegangen und seit 1996 eigenständig. Das Unternehmen kann auf eine jahrhundertalte Tradition zurückblicken, erstmals wurde um das Jahr 1761 eine Hammerschmiede am heutigen Standort errichtet.

Heute werden in dem industriellen Schmiedebetrieb neben hochwertigen Handgeräten für Garten-, Bau-, Forst- und Landwirtschaft auch Produkte für die Landmaschinenindustrie hergestellt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Federstahlzinken für Frontladergeräte sowie Messer und Schlegel für die Bodenbearbeitung. Im Bereich Industrieteile zählt SHW nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Anbietern. Mit derzeit 80 Mitarbeitern wird ein Umsatz im zweistelligen Millionenbereich erwirtschaftet, der Exportanteil des Unternehmens liegt bei rund 50 Prozent.

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