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Baiersbronn Leben wie vor 300 Jahren

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Bei dem Projekt schlüpften die Kinder auch in historische Kleidung. Foto: Grundschule Mitteltal Foto: Schwarzwälder Bote

Baiersbronn-Mitteltal. "Zeitreise – Leben wie vor 300 Jahren" hieß es bei einem Projekt der Grundschule Mitteltal. Die Schüler wurden an vier Tagen in das Leben vor 300 Jahren entführt. Zwölf Stationen forderten zum Produzieren, Ausprobieren oder Anprobieren auf.

Betreut wurden die Stationen von Lehrern und Eltern, die das Projekt auch gemeinsam vorbereitet hatten. Damit alle Kinder an jeder dieser Stationen Erfahrungen sammeln konnten, waren sie bereits vor Beginn der Projekttage jahrgangsgemischt in Familien eingeteilt worden und erhielten typische Murgtäler Familiennamen.

Dorfstube als regelmäßiger Treffpunkt

Jeweils zwei Familien arbeiteten zeitgleich an einer Station. Regelmäßiger Treffpunkt für alle war die Dorfstube, ein Klassenzimmer, in dem die selbst erstellten Wappen der einzelnen Familien hingen und wo auch gemeinsam gegessen und gesungen wurde. Eine der Stationen bildete ein zerlegtes Fachwerkhaus in Modellgröße, das Stück für Stück aufgebaut werden musste. Die Zimmermannszeichen an den Teilen ermöglichten den Kindern einen fachgerechten Aufbau.

Anschließend wurden in eine echte Fachwerkwand Weiden eingeflochten und mit Lehm verputzt. Auch das Wäschewaschen an Waschbrettern und das Mahlen von Getreide bot einen Einblick in das Leben vor 300 Jahren. An jeder Station wurde die frühere Arbeitsweise mit der heutigen verglichen. Ihre frisch gestampfte Butter strichen die Kinder auf ihr selbst gebackenes, einfaches Fladenbrot. Beides wurde natürlich sofort verspeist. Außerdem drehten die Schüler in der Seilerei Seile. An einer anderen Station wurden die Köpfe der Kinder abgezeichnet, mit einem Pantografen verkleinert, um danach einen kleinen Scherenschnitt herzustellen. Im Modesalon schlüpften die Kinder in historische Kleidung.

Einen Einblick in das gesellschaftliche Leben gewährte die Station Tanzboden. Dort wurden Barocktänze eingeübt. Wie aufwendig die Papierherstellung früher war, zeigte das Papierschöpfen. Nach der Erprobung des Schreibens mit Federkiel und Tinte auf am Vortag selbst geschöpftem Papier lobten alle Schüler ihr heutiges Schreibwerkzeug sowie das "schön glatte" Papier der Gegenwart. Einen weiteren Einblick in das damalige Leben erhielten die Schüler, indem sie überlegten, wie und womit die Kinder früher gespielt hatten. Exemplarisch wurden dafür Lumpen zu Bällen zusammengeknotet und verschiedene Spiele mit den Lumpenbällen erfunden. An einer weiteren Station wurden Stuckengel gegossen und golden bemalt. Abschließend gab es am letzten Tag ein offenes Projekt, zu dem die ganze Schulgemeinde eingeladen war, um sich die Stationen von den Kindern zeigen zu lassen und selbst Verschiedenes auszuprobieren.

Das Projekt "Zeitreise – Leben wie vor 300 Jahren" ist ein Projekt, das im Karlsruher Raum weit verbreitet ist. Entwickler ist Uwe Gradwohl aus Karlsruhe, der die einzelnen Stationen entwickelt und zum Teil als Eigenkonstruktion hergestellt hat.

Ein Obolus pro Schüler ermöglichte das Erlebnis. Der Förderverein der Schule Mitteltal hat das Projekt finanziell unterstützt.

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