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Baiersbronn Klangliche Reise in die Vergangenheit

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Das Ensemble Musenspiel begeisterte mit seinem Spiel auf historischen Instrumenten. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Eine musikalische Reise in die Vergangenheit bot das Ensemble Musenspiel in der katholischen Kirche in Baiersbronn. Mit Musik von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach verzauberte das fünfköpfige Ensemble durch sein professionelles Spiel und durch seine Instrumente.

Baiersbronn. Die Musiker spielten auf historischen Instrumenten des 18. Jahrhunderts, wie sie eben zur Zeit der berühmten Komponisten Bach und Telemann gespielt wurden.

Melina Elbe-Hegenauer begrüßte die Gäste und stellte das Ensemble vor, das sich jährlich für ein bis zwei musikalische Projekte zusammenfindet. "Diesmal haben wir das Thema Kochkunst und Musik gewählt, daher auch die berühmte Tafelmusik von Telemann, die früher als Essensbegleitung gespielt wurde", erklärte sie.

Barocke Klänge begeistern

Melina Elbe-Hegenauer spielte die Traversflöte, Katharina Rettberg und Angelika Bellin die Barockviolinen, Audrey Sabattier das Barockcello und Michael Diefenbacher das Cembalo.

"Die Traversflöte ist der Vorgänger der modernen Flöte, aus Holz gebaut und ohne Klappen. Barockviolinen und -cello sind mit Darmsaiten bespannt, ohne Kinnhalter, das Cello ohne Stachel wird zwischen den Beinen in der Luft gehalten", erklärte sie. Ebenso für die heutige Zeit ungewöhnlich präsentiert sich das Cembalo als Vorgänger des Klaviers.

Beim Cembalo werden die Saiten nicht wie bei einem Klavier durch Hämmer angeschlagen, sondern mit Plektren gezupft. Zum außergewöhnlichen Klang der Instrumente kam die gute Akustik der Kirche.

Aus Georg Philipp Telemanns "Tafelmusik" spielte das Ensemble das Quartett G-Dur in verschiedenen Satzfolgen, angelehnt an die verschiedenen Gänge eines außergewöhnlichen Menüs. Die barocken Klänge begeisterten die Zuhörer. Mit viel Gefühl spielten die Profimusiker ihre Instrumente – eine Mischung aus sanften Klängen und schwungvollen Passagen, in denen besonders die Streichinstrumente ihre volle Klangvielfalt ausspielen konnten. Cembalo und Flöte traten sanft in den Hintergrund.

Eine kurze Verschnaufpause konnte Flötistin Melina Elbe-Hegenauer im Mittelstück des Konzerts einlegen. Denn nur zu viert spielten ihre Musikerkollegen – in einer ebenfalls glanzvollen Vorstellung – das Trio E-Dur aus Telemanns "Tafelmusik". Die Zuhörer konnten sich zurücklehnen und den musikalischen Leckerbissen genießen.

Wieder komplett, ging es rasant in den letzten Teil des Konzerts über. Johann Sebastian Bachs (1685 bis 1750) Orchestersuite in h-Moll für Flöte, Streicher und Basso continuo bildete den glanzvollen Schlusspunkt des gelungenen Konzerts.

Festlich hallten die Instrumente nochmals durch das Kirchenschiff. Besonders die Traversflöte kam mit ihrem hohen fröhlichen Klang zur Geltung. Nicht nur Melina Elbe-Hegenauer brillierte nochmals mit ihrem klaren Spiel, das gesamte Ensemble bewies auf den historischen Instrumenten eine außergewöhnliche musikalische Klasse.

Am Ende gab es viel Applaus für das schöne Konzert und einen Ausblick auf die kommenden Projekte des Ensembles Musenspiel. "Wir planen ein Projekt mit dem Inhalt Geigenbau und Musik", verriet Melina Elbe-Hegenauer und lud damit zu einer neuen klanglichen Entdeckungsreise ein, auf die man gespannt sein kann.

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