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Baiersbronn Kirche geht neue Wege

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"Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten" lautete das Motto des Gemeindeerneuerungsprozesses der katholischen Kirchengemeinde Baiersbronn/Seewald. Dabei wurde auch vermittelt, dass es für "Kirche am Ort" nicht immer ein Gotteshaus – auf dem Foto die Kirche St. Maria Königin der Apostel in Baiersbronn – vor Ort geben muss. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Die katholische Kirchengemeinde Baiersbronn/Seewald ist vor rund drei Jahren in einen Gemeindeerneuerungsprozess eingestiegen. Das Fazit zum Abschluss fällt positiv aus.

Baiersbronn. Unter dem Motto "Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten" hatte sich ein Prozessteam viele Gedanken gemacht, wie der kirchliche Wandel vor Ort gestaltet werden kann. Die zentralen Fragen des Prozesses lauteten: Wie geht es mit unserer Kirche weiter? Wie kann die Zukunft gestaltet werden? Welche inneren Haltungen und geistlichen Grundlagen sind dafür wichtig?

Als eine der ersten Kirchengemeinden der Diözese hat sich die Kirchengemeinde St. Maria Königin der Apostel Baiersbronn auf den Weg gemacht, sich mit der geistlichen und strukturellen Erneuerung zu beschäftigen. Claudia Haist, Pfarramtssekretärin und Mitglied im Prozessteam, betont, dass es nur wenige Vorgaben von Seiten der Diözese gab. "Wir konnten vieles ausprobieren und sozusagen einen Blick über den Kirchturm tun", so Claudia Haist. Zum Prozessteam gehörten außerdem Monika Kirn, Marcel Sanchez, Michael Schemminger, Pfarrbeauftragter Dominik Weiß und seine Frau Judith, die in verschiedenen Phasen das Gemeindeleben durchleuchteten und versuchten, mit den Gemeindemitgliedern über deren Erwartungen und Vorstellungen ins Gespräch zu kommen. In der ersten Phase wurde sozusagen der Bestand aufgenommen und in die Gemeinde hineingehört.

"Wir haben den Ist-Stand ermittelt und versucht, neue Konzepte zu entwickeln. Dabei sind wir zum Teil auch auf Unverständnis gestoßen", so Claudia Haist. Im zweiten Jahr, dem "Werkstattjahr", gab es Workshops, bei denen eine gewisse Aufbruchstimmung zu spüren gewesen sei. Wichtig seien aber auch in Zukunft Reflexionsrunden aller Beteiligten.

Im dritten Jahr ging es darum, Ideen umzusetzen und auszuprobieren sowie noch einmal einen intensiven Blick auf die notwendige geistliche Vertiefung zu richten. "Langfristig möchten wir darauf schauen, wie wir als Kirche in Zukunft auch in den Teilorten präsent sein können", so Dominik Weiß.

Jeder, der über 18 Jahre alt ist, soll persönlich angeschrieben und zu einem Treffen in seinem jeweiligen Teilort eingeladen werden. "Kirche vor Ort ist immer lebbar, man braucht dazu nicht unbedingt ein Gotteshaus vor Ort, das möchten wir vermitteln", sagt Claudia Haist.

Insgesamt ziehen sie und Dominik Weiß ein positives Fazit aus dem gesamten Prozess der vergangenen drei Jahre. "Wir haben auch nach drei Jahren keine Patentrezepte. Aber wir haben ein Bewusstsein geschaffen und damit auch die Freude am Experimentieren geweckt", so Weiß. Man habe schon gesehen, wie schwierig es ist, die Menschen in der Breite mitzunehmen. In Zukunft wolle man Netzwerke und Kooperationen mit außerkirchlichen Institutionen aufbauen und auch die ökumenische Zusammenarbeit weiter vertiefen. "Wir stehen am Anfang des Wegs und haben uns erste Leitlinien erarbeitet", erklärt Weiß.

Viele haben sich eingebracht

Nach einem Gottesdienst zum Abschluss des Prozesses waren dessen Ergebnisse in einer Gemeindeversammlung vorgestellt worden. Bereits zum vierten Mal gab es ein kostenloses Essen, das von der Familie Marsano mit Spenden organisiert worden war. Unter dem Titel Lichtstunden hatte die Familie vor einigen Jahren die Aktion ins Leben gerufen und mit ihrer Privatinitiative gezeigt, was möglich ist. "Viele Menschen haben sich über den Prozess Gedanken gemacht und mitgeholfen, das finde ich bemerkenswert und ein großes Plus", so Dominik Weiß.

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