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Baiersbronn Jetzt geht’s an Pläne für Forbachstraße

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Die einzelnen Planungsvarianten wurden lebhaft diskutiert. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gemeinde Baiersbronn bleibt ihrer Linie treu und nimmt die Bürger bei wichtigen Bauprojekten mit ins Boot. Die Arbeiten an der Freudenstädter Straße sind bereits abgeschlossen, doch auch die anderen Straßen im Kernort Baiersbronn sollen sukzessive saniert werden.

Baiersbronn. Zunächst soll die Umgestaltung der Forbachstraße umgesetzt werden. Dazu fand am Mittwoch eine erste Bürgerinformation mit Gestaltungsvorschlägen im Rosensaal statt.

Bürgermeister Michael Ruf freute sich über das große Interesse und sprach von der nächsten Stufe der Bürgerbeteiligung. "Es geht heute Abend um die weitere Zukunft. Den ersten großen Mosaikstein, die Sanierung der Freudenstädter Straße, haben wir erfolgreich zum Abschluss gebracht", so Ruf. "Die Operation am offenen Herzen" sei in zwei Jahren gelungen, nun gehe es aber weiter. Neben dem Parkplatz zwischen Sport Klumpp und der Murg werde auch noch der Belag im Kreisverkehr saniert. Die Umleitungsbrücke bleibe bis Mai. Weitere Optionen seien noch in der Planung.

"Heute geht es um die Forbachstraße und um das Ziel, gemeinsam eine gute städtebauliche Lösung zu finden", so der Bürgermeister. Er dankte der Bürgergemeinschaft für die gelungene Umsetzung der Weihnachtsbeleuchtung auf der Freudenstädter Straße und appellierte an die Hausbesitzer im Sanierungsgebiet, auch mit Blick auf das Grünprojekt 2025, die bereitstehenden finanziellen Zuschussmittel in Anspruch zu nehmen. "Es ist eine Chance. Bitte ergreifen sie diese", so Ruf.

Die Präsentation der insgesamt drei Planungsvarianten für den Umbau der Forbachstraße stellten Städtebauplanerin Nikola Stadler und Landschaftsarchitekt Tom Guglielmo vom Planungsbüro Planstatt Senner vor. "Die Forbachstraße ist das Wohnzimmer für das ganze Unterdorf", so der Planer. Sie sei sanierungsbedürftig, und auch ein neuer Kanal sei notwendig.

Anhand von historischen Fotos und aktuellen Aufnahmen gingen die beiden Fachleute auf den Zustand und die Bedeutung der Forbachstraße ein. Mit 15 öffentlichen Parkplätzen und der Trennung von Straße und Gehweg sowie wenig Begrünung präsentiere sich die Straße heute.

Verbindung zur Schelklewiese als weiteres Thema

In der Variante 1 sind Gehweg und Straße klar getrennt. Sie sieht mehr Begrünung und lediglich acht Parkflächen vor. Die Variante 2 beinhaltet kleine Aufenthaltsbereiche im Seitenraum mit Sitzgelegenheiten, die Zahl der Stellplätze würde bei sieben liegen. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer würden sich einen gemeinsamen Straßenraum teilen.

Die wohl größten Unterschiede zur Ist-Situation stellt die Variante 3 dar. Sie sieht eine grüne Mittelinsel mit einer Baumreihe in der Mitte der Straße vor. Dadurch würden Spiel- und Aufenthaltsbereiche in der Mittelinsel geschaffen, so die Planer. Der Straßenraum würde wie bei der Variante 2 von allen Verkehrsteilnehmern genutzt. Die Zahl der schrägen Parkplätze auf der Mittelinsel würde bei insgesamt sechs liegen.

Bei der Informationsveranstaltung wurden zudem Gestaltungsmöglichkeiten für die Verbindung vom Zentrum Baiersbronn zur Schelklewiese aufgezeigt. Neue Brückenanlagen, viel Grünfläche und "erlebbares" Wasser prägen die vorgestellte Gestaltung. Das soll den Freizeit- und Erholungscharakter des Gebiets hervorheben. "Sie haben diesen schönen Grünraum direkt vor der Tür, das können wir nutzen und gestalten", so Tom Guglielmo. Ebenso gab es Vorschläge für die Gestaltung des Kronenplatzes.

In einer kurzen Diskussionsrunde wurden Fragen nach der Zukunft der Alten Krone und nach den Anbindungsmöglichkeiten des Sankenbachtals gestellt. Auf die Frage nach der zeitlichen Umsetzung teilte Bürgermeister Michael Ruf mit, dass zunächst die Planungen laufen müssten. "Heute sind es nur Ideen und Vorschläge, und nichts ist fest zementiert. Was letztendlich gebaut wird, steht noch nicht fest", betonte Ruf. Er könnte sich einen möglichen Baubeginn im Frühjahr 2021 vorstellen.

In Form eines Workshops konnten sich die Bürger über die Varianten informieren und ihre Vorschläge und Verbesserungswünsche notieren. In der abschließenden Zusammenfassung stellte sich heraus, dass besonders die Reduzierung der Parkflächen und die Begrünung zentrale Punkte sind.

Tourismusdirektor Patrick Schreib betonte, dass die Nutzung und der Verkehr in der Forbachstraße auch mit der Entwicklung des Verkehrs ins Sankenbachtal zusammenhänge. "Das Entwicklungskonzept Sankenbachtal muss daher parallel laufen", so Schreib. "Ich denke, unser aller Herz hängt ein bisschen an der Variante 3, die hat etwas mit dem Grundgedanken der umgestalteten Bundesstraße zu tun, hier ist das Potenzial, eine große Entwicklung zu sehen, am größten", fasste Johann Senner abschließend zusammen.

Bürgermeister Michael Ruf schlug vor, nun die Varianten mit den eingegangenen Vorschlägen und Anregungen zu optimieren und in einer erneuten Versammlung die überarbeiteten Varianten nochmals zu präsentieren.

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