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Baiersbronn Jetzt geht es zurück zu den Wurzeln

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Anna-Lena, Ralf, Debora, Beate und Nils Schweinsberg (von links) mit Golden-Retriever-Hündin Leika. Foto: Schweinsberg Foto: Schwarzwälder Bote

Pastor Ralf Schweinsberg wird nach zwölf Jahren die evangelisch-methodistische Gemeinde des Bezirks Baiersbronn und Besenfeld verlassen und sich neuen Aufgaben in der Nähe von Frankfurt widmen.

Baiersbronn. "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn meine Familie und ich haben uns immer sehr wohl hier in Baiersbronn gefühlt", so Schweinsberg. So genoss er auch die Spaziergänge durch die Wälder Baiersbronns mit Hündin Leika. Dabei war ihm Baiersbronn vor Beginn seiner Amtszeit noch nicht mal ein Begriff, und auch die Vorstellung, mitten in den Schwarzwald zu gehen, war für die Familie recht schwierig, erinnert er sich. "Wir kannten es gar nicht, dieses Baiersbronn. Aber wir haben noch nirgendwo so schön gewohnt wie hier. Und von Beginn an waren alle sehr freundlich zu uns."

Umstrukturierung war ein großer Schritt

Als Ralf Schweinsberg mit seiner Frau Beate 2007 mit seinen drei Kindern von Pforzheim nach Baiersbronn kam, hatte er viel zu tun. Zusammen mit dem Besenfelder Lokalpastor Lothar Kuhnke mussten fünf Gemeinden betreut werden – eine umfangreiche Aufgabe. So kam der Gedanke auf, die beiden Kirchenbezirke zu vereinen. "Die Umstrukturierung der Kirchengemeinden war ein großer Schritt und sicher auch ein prägendes Ereignis, denn als Pastor Kuhnke 2015 überraschend in den Ruhestand ging, musste gehandelt werden", so Schweinsberg. Aus fünf Gemeinden wurden drei und mit Klosterreichenbach, Besenfeld und Baiersbronn musste immer noch ein großer Kreis betreut werden. "Es war ein Weg des Vertrauens, an dessen Ende ein harmonisches Zusammenspiel stand."

Als weitere Großereignisse während seiner Zeit in Baiersbronn nennt Schweinsberg die Synoden der Kirche, die 2012 und 2016 mit mehr als 400 Gästen in Baiersbronn stattfanden. Schweinsberg war auch immer die soziale Komponente in der Kirchenarbeit wichtig. Mit dem Projekt "Essenszeit" rief er 2015 eine Aktion ins Leben, die immer noch guten Anklang findet. "Jeden letzten Mittwoch im Monat wird von den Helfern für rund 100 Menschen aus dem Bereich Baiersbronn gekocht, und jedes Mal sind Menschen zum ersten Mal dabei", so der Pastor.

Auch in der Flüchtlingsarbeit war er vorne mit dabei. Die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen hat er als Vorsitzender engagiert begleitet. Schweinsberg, der auch in Frankfurt geboren ist, wird nun mit seiner Frau Beate zu den Wurzeln zurückkehren. "Mit 57 Jahren ist es noch mal der Zeitpunkt, eine neue Herausforderung anzugehen, und ich werde im Bezirk Gründau/Rothenbergen ein neues Sozialprojekt in Angriff nehmen", erklärt Schweinsberg. "Meine Frau und ich sind in Hessen aufgewachsen, und daher ist dieses ›Ausland‹ kein Problem für uns." Etwas wehmütig muss er seine Arbeit beim SWR aufgeben, denn viele Jahre war er für die regelmäßigen Morgenandachten mit fast 800 000 Hörern zuständig. "Ich hoffe, das auch beim hessischen Rundfunk tun zu können." Für die Nachfolge ist bereits gesorgt. Mit Pastor Damian Carruthers, der bereits viele Projekte für Jugendliche ins Leben gerufen hat und in Baiersbronn die Ausbildung beendete, sei eine Stelle bereits gut besetzt.

Die direkte Nachfolge von Ralf Schweinsberg wird Christine Finkbeiner antreten, die bereits Pastorin in Altensteig und deren Mann Rektor am Richard-von-Weizsäcker Gymnasium ist. "Ich bin froh, dass der Übergang so nahtlos klappt und Baiersbronn weiterhin gut versorgt ist", sagt Schweinsberg.

Am Sonntag, 14. Juli, ab 17 Uhr wird Schweinsberg offiziell verabschiedet. Alle Interessierten sind dazu in der methodistischen Kirche in Baiersbronn willkommen.

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