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Baiersbronn Interview: Psychischer Druck durch Cyber-Belästigung

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Im mer mehr Menschen werden heutzutage Opfer von Cyber-Belästigungen. Was ist Cyber-Belästigung? Der Ausdruck bezeichnet das Tatverhalten, bei dem die Belästigung über das Internet stattfindet.

Die Täter verwenden in diesen Fällen das Internet oder andere soziale Medien, um die Betroffenen unter psychischen Druck zu setzen. Oft sind die Täter anonym, können aber auch aus der Verwandtschaft oder aus Vereinen sein. Sie nutzen aus, dass viele Opfer sich aus Angst vor den Konsequenzen nicht trauen, Hilfe zu suchen. Wir befragten einen Polizisten, der aus beruflichen Gründen anonym bleiben möchte, zu diesem Thema.  

Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung im Bereich Cyber-Belästigung?

Zurzeit nimmt Cyber-Belästigung überhand, denn über Social Media muss man nicht besonders viel Aufwand betreiben und kann somit einfach bequem auf dem Sofa dem Betroffenen über das Internet schreiben. Da heutzutage fast jeder ein Smartphone besitzt und somit immer über das Internet erreichbar ist, wird die Belästigung häufiger.  

Was kann man gegen Cyber-Belästigung eigentlich tun , beziehungsweise wie kann man sich schützen?

Man sollte nicht immer alles von sich preisgeben, besonders im Jugendalter nicht. Man muss sich genau überlegen, wie und was man postet und auch die Privat-Einstellungen bei den Social-Media-Accounts benutzen. Mein Tipp ist, auch mit den Eltern zu reden, was sie von der Plattform halten und sie vielleicht auch ab und zu ein Auge darauf werfen zu lassen.

Wie sehr beeinflusst Cyber-Belästigung das Leben der Betroffenen?

Sehr stark, vor allem psychisch. Man kann in jeder Situation eine Nachricht des Belästigers bekommen. Dadurch beeinträchtigt Cyber-Belästigung das Leben der betroffenen Person sehr. Vor allem, wenn die Belästigung in die Öffentlichkeit gerät und es somit viele mitbekommen, ist es für die betroffene Person am bedrückendsten.  

Wie würden Sie als Betroffener handeln?

Ich persönlich würde, wenn es über Whats-App oder andere Social-Media-Seiten laufen würde, die Person blockieren und das persönliche Gespräch suchen. Für Jugendliche ist dies oft ein sehr schwerer Schritt, und somit würde ich empfehlen, die Eltern zu informieren, sodass man wenigstens eine psychische Stütze bekommt. Oft können die Eltern helfen, indem sie den Belästiger bitten aufzuhören, oder wenn es in die strafrechtliche Richtung geht, auf jeden Fall die Polizei informieren, sodass eine Anzeige aufgenommen werden kann.  

Wie sollte man sich als Betroffener/Eltern/Freunde verhalten?

Man sollte immer mit einer Vertrauensperson reden, wie zum Beispiel mit Eltern, Geschwistern oder Lehrern. Als Elternteil sollte man das Gespräch mit dem Täter oder der Polizei suchen. Sicher ist, dass jeder, der solch eine Tat mitbekommt, Zivilcourage zeigen sollte. Man sollte nicht wegschauen, sondern helfen, denn jeder könnte betroffen sein!  

Hatten Sie schon solch einen Fall?

Ja, es gibt immer mal wieder solche Fälle, die von Belästigung bis hin zu sexuellen Übergriffen führen. Oft fängt es wie in einer Spirale harmlos an und wird immer schlimmer, da jede Nachricht immer getoppt wird. Oft merken die Täter gar nicht, wie stark es dem Betroffenen an die Psyche geht, oder sehen es als Spaß an.  

Kann Cyber-Belästigung bestraft werden?

Wenn es Hinweise auf Nötigung oder Pädophilie gibt, beziehungsweise es in die sexuelle Richtung geht, kann solch ein Delikt bestraft werden. Bei einer Verurteilung gehen die Strafen dann von Sozialstunden, Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen.  Der Autorinnen besuchen die Klasse 9b des Richard von Weizsäcker-Gymnasiums in Baiersbronn.

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