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Baiersbronn In der Vogelstation herrscht Hochbetrieb

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Der junge Wanderfalke braucht noch einige Zeit, bis er ausgewildert werden kann. Foto: Schwarzwälder Bote

Achim Klumpp ist ein Spezialist für die Rettung und Pflege von Greifvögeln und Eulen, die Zahl seiner Patienten steigt. Und der Bekanntheitsgrad des von ihm gegründeten Vereins zum Schutze und Erhalt der Greifvögel und Eulen im Nordschwarzwald reicht weit über die Kreisgrenzen hinaus.

Baiersbronn. Jährlich werden über 300 Tiere in der Greifvogel- und Eulenstation von Achim Klumpp im Ellbachtal wieder aufgepäppelt und in die Freiheit entlassen. Aktuell ist es ein kleiner Wanderfalke, der die Aufmerksamkeit Klumpps braucht. Der kleine Wanderfalke gibt schon kräftige Töne von sich. Nach rund vier Wochen in der Auffangstation hat es Achim Klumpp geschafft, ihm das Leben zu retten.

"Er ist mit zwölf Tagen zu mir gebracht worden, da er aus dem Horst von der Autobahnbrücke in Horb gestürzt ist. Bauarbeiter haben ihn gefunden, und über den Tierschutzverein Horb ist er dann bei mir in Mitteltal gelandet", so der Vogelexperte. Es wird noch rund eineinhalb Monate dauern, bis der Wanderfalke ausgewildert werden kann.

An der Kapazitätsgrenze

Die Greifvogelstation in Mitteltal ist immer gut ausgelastet. Aktuell sind noch fünf weitere Vögel in Klumpps Obhut, die gepflegt werden. Zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden des Vereins, Tierarzt Jürgen Seybold, kümmert sich Achim Klumpp um die verletzten und hilflosen Tiere. Dabei kommt er mittlerweile an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit. "Wir planen den Bau einer Großvoliere, da es hinter dem Haus mittlerweile einfach zu eng wird", so Klumpp. Über das Crowdfunding der Volksbank habe man einige Spenden sammeln können, sodass der Bau der Großvoliere realisiert werden kann.

"Es werden immer mehr Vögel, die abgegeben werden, hauptsächlich Greifvögel und Eulen, die einfach Platz brauchen", erklärt Achim Klumpp. Es gebe nur wenige Spezialisten, die diese Vögel aufnehmen könnten, und so ist die Mitteltaler Auffangstation weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt und stark gefragt. "Jetzt ist unsere Arbeit umso wichtiger, da das Artensterben immer weiter voranschreitet. Die Tiere stehen den Gefahren von außen oft schutzlos gegenüber", sagt Klumpp. Er sieht besonders im Brutplatzverlust durch Abholzung und im zunehmenden Verkehr die größten Probleme und Gefahren für Greifvögel und Eulen.

Verein feiert Geburtstag

In diesem Jahr feiert der Verein sein 15-jähriges Bestehen. Mit dem Bau der ersten Voliere 1985 wurde der Anfang gemacht. Heute besteht die Station aus drei großen Außenvolieren, zwei kleineren im Haus und einer Intensivstation aus 15 Edelstahlboxen. Das Einzugsgebiet ist rund 150 Quadratkilometer groß. Die Vernetzung mit allen zuständigen Behörden sei sehr sehr gut.

"Der Verein finanziert sich aus Spenden, auf die wir stark angewiesen sind", betont Klumpp. Wichtig sei es auch, dass die Menschen die Vögel zu ihm bringen, denn das Fahren koste viel Zeit, die er aktuell aufgrund der vielen Pflegefälle nicht habe. "Die weiteste Abholung war am Bodensee. Aus Zeitgründen schaffe ich es nicht mehr, die Vögel überall abzuholen."

Ideen für weitere Vogelschutzmaßnahmen hat Achim Klumpp viele, denn der Erhalt der Arten liegt ihm am Herzen. Nun hoffen die Vereins- vorsitzenden auf eine baldige Baufreigabe für die geplante Großvoliere, um die Vögel noch besser pflegen und unterbringen zu können.

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